Die Weltmeister aus Dübendorf
Dominik Zenhäusern, Raphael Bachmann und Dave Inhelder prägten den Aufschwung einer dynamischen Elektrorollstuhl-Sportart mit.
Filigran dirigiert ein Spieler den Ball mit dem Stock über den Hallenboden – in einem Elektrorollstuhl und mit bemerkenswertem Tempo. Drehung, Abschluss, Tor: Powerchair Hockey heisst die attraktive Sportart, in der sich die Schweiz zu einer Topnation entwickelt hat. Ende Mai feierte sie in Finnland den bislang grössten Triumph. Das Team bezwang im WM-Final die Niederlande 5:3. Mit dabei: drei Dübendorfer.
Dominik Zenhäusern: Der Glaube an das Team
Er ist zwar erst 25 Jahre alt und doch schon ein wahrer Routinier: Dominik Zenhäusern fand mit sechs Jahren zum Powerchair Hockey und debütierte 2011 in der Nationalmannschaft. Er darf sich nun Weltmeister nennen – doch das soll längst nicht das Ende der Geschichte sein. Wenn 2028 das EM-Turnier ausgetragen wird, will er mit der Schweiz den aktuellen Europameister Niederlande vom Thron stossen.
Zenhäusern kann den Stock in der Hand halten, verfügt aber nur über wenig Kraft in den Armen. Trotzdem hat er den Durchbruch geschafft. Er fing im Aargau bei den zeka-Rollers an, bevor er zu den Iron Cats Zürich wechselte. Nach zehn Jahren im Verein hat er nun eine neue Herausforderung gefunden: Er schliesst sich Rolling Thunder Bern an und wird fortan mit seinem besten Kollegen Jan Schäublin zusammenspielen.

