Catia Gubelmann und die doppelt bittere Konstellation
Läuferin aus Uster
Die EM-Saison der Leichtathleten nimmt Fahrt auf – ohne das Oberländer Aushängeschild Catia Gubelmann. Warum die 400-m-Spezialistin aus Uster fehlt und wie sie als Bewegungsmensch mit der Situation umgeht.
An den Schweizer Leichtathletik-Meisterschaften von diesem Wochenende im Zürcher Letzigrund-Stadion fehlt eine namhafte Oberländerin: Catia Gubelmann, die 400-m-Meisterin des letzten Jahrs aus Uster.
Die Abwesenheit ist erklärt und birgt – zumindest für Insider – keine Überraschung. Catia Gubelmann ist verletzt. Langzeitverletzt. Sie nennt es eine «bittere Konstellation». Von Verstimmung aber ist nichts (mehr) zu spüren. Vielmehr strotzt die Langsprinterin vor Energie und sagt: «Mir geht es den Umständen entsprechend gut.» Sie spricht von einem Fokus und einer inneren Überzeugung. «Das Brutale», so versichert die 25-Jährige, «habe ich gemeistert.»
Das Brutale traf sie wie aus hellheiterem Himmel. Mit einer «Form des Lebens» war sie Ende Dezember aus dem Trainingslager in Südafrika in die Schweiz zurückgekehrt. Im Athletik Zentrum St. Gallen trainierte sie mit ihrer Gruppe unter Coach Manuel Evangelista für den letzten Schliff im Hinblick auf die Hallenmeisterschaften. Alles bestens, stellte sie fest – bis zum Auslaufen. Da verspürte sie plötzlich einen Schmerz im linken Knie.

