Rauf und runter im Piemont des Oberlands
Bewegt in den Feierabend – unsere Vorschläge (3)
Biss, Ausdauer und Zeit – das sind drei der Zutaten für unsere Rennvelotour von Wald bis Wila und zurück. Sollten Sie von alledem etwas weniger besitzen, bieten wir auch eine abgespeckte Variante.
Nun müssen Sie stark sein. Oder etwas mehr Zeit veranschlagen, um auf der vorgeschlagenen Rennveloroute mit 62 Kilometern und über 1000 Höhenmetern sowie einer kurzen Kiespassage vor der Dunkelheit zurück beim Ausgangsort Wald zu sein. Denn die von Veloprofi Kevin Kuhn empfohlene Feierabendrunde hat es in sich. Nicht nur die Streckenlänge und die Aufstiege machen sie anstrengend. Ein Blick auf die Höhenkurve zeigt, was jedem klar ist, der ab und zu im Oberland Velo fährt. Es geht auf und ab. Die Rhythmuswechsel kosten mehr Kraft, als einen gleichmässigen Anstieg «hochzuklettern». Drei Stunden sind auf dieser Runde schnell vorbei. Warum wir uns von Kuhn trotzdem überzeugen liessen? Er ist sicher: «Das ist ein Geheimtipp.» Und meint damit vor allem jenen Teil um Sitzberg herum. «Den kennt kaum jemand», sagt er und ist jeweils erstaunt, wie wenigen Rennvelofahrern er zwischen Sitzberg und Sternenberg begegnet. Dabei ist diese Fahrt auch landschaftlich attraktiv. Kuhn sagt: «Für mich ist dies das Piemont des Oberlands.»



Die Runde über 62 Kilometer beginnt in Wald. Über den Hasenstrick, Wernetshausen und Girenbad gehts nach Bäretswil. Das sind auf rund 11 Kilometern Weg 200 Höhenmeter. Die steilste Passage folgt erst viel später und hinter Wila, ungefähr bei Hälfte der Strecke. Bis dahin ist man längst gut eingefahren.

