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FC Pfäffikon steigt auf

Die perfekte Mischung aus Erlösung und grossem Glücksgefühl

Der FC Pfäffikon spielt nächste Saison wieder in der 2. Liga. Nach unzähligen Fehlversuchen sagt Captain Ismaila Ceesay nach dem Aufstieg: «Es ist der verdiente Lohn für die jahrelangen vergeblichen Anstrengungen.»

Er muss nur noch den Mund aufmachen: FCP-Captain Ismaila Ceesay feiert mit Teamkollegen den Aufstieg.

Foto: Christian Merz

Die perfekte Mischung aus Erlösung und grossem Glücksgefühl

FC Pfäffikon steigt auf

Der FC Pfäffikon spielt nächste Saison wieder in der 2. Liga. Nach unzähligen Fehlversuchen sagt Captain Ismaila Ceesay nach dem Aufstieg: «Es ist der verdiente Lohn für die jahrelangen vergeblichen Anstrengungen.»

Das lange Warten hat ein Ende. Elf Jahre nach dem Abstieg kehrt der FC Pfäffikon in die 2. Liga zurück. «Eine Mischung aus riesiger Erlösung und grossem Glücksgefühl» verspüre er, sagte Captain Ismaila Ceesay nach dem 1:0-Sieg in Volketswil, nachdem er diesen mit seinen Kollegen dem Anlass entsprechend bejubelt hatte.

Das nötige letzte Erfolgserlebnis sicherten sich die Pfäffiker dank einer klaren Leistungssteigerung nach der Pause und eines Treffers von Leon Fazlija nach einer Stunde. Sie krönten damit ihre überragende Rückrunde in der Drittliga-Gruppe sechs, in der sie von elf Partien nur diejenige gegen Wetzikon (0:0) nicht gewannen. Und liessen so Herbstmeister Zollikon hinter sich, obwohl dieser seine letzten acht Partien allesamt für sich entschied.

Beharrlichkeit zahlt sich aus

Über ein Jahrzehnt lang hatten die Pfäffiker erfolglos den Wiederaufstieg angepeilt. Fast immer platzierten sie sich unter den ersten drei – aber ganz an der Spitze standen sie am Schluss nie. Und als sie nach der Vorrunde einmal klar vorne lagen, wurde die Saison wegen der Corona-Pandemie abgebrochen. Dass es der FCP nun endlich geschafft hat, freut wohl kaum einen mehr als den in Pfäffikon gross gewordenen Ceesay.

Der Sohn eines Gambiers und einer Schweizerin, der mit Ausnahme eines kurzen Abstechers zum Nachwuchs des FC Winterthur seit seinem achten Lebensjahr für den FCP spielt, war unmittelbar nach dem Abstieg der ersten Mannschaft von den C-Junioren direkt zu dieser gestossen und hat kürzlich seine 200. Partie für das Fanionteam bestritten. «Es bedeutet mir extrem viel», sagt der athletisch und mental starke Wortführer der jungen Mannschaft, in der er als 26-Jähriger einer der Ältesten ist. «Und es ist der verdiente Lohn für die jahrelangen vergeblichen Anstrengungen.»

Die Spieler feiern den Aufsteig des FC Pfäffikon in die 2. Liga
Hohe Temperatur, heisse Stimmung: Die Pfäffiker Spieler feiern vor ihren Fans ihren Triumph.

Ceesay hatte vor der letzten Partie nicht nur der erwähnten Bilanz wegen viel Zuversicht versprüht. Hoffnungsvoll stimmte ihn insbesondere die bollwerkartige Defensive, dank der die Pfäffiker in der Rückrunde nur gerade 3 (!) Gegentreffer hinnehmen mussten. «Ein 0:0 hätte ja auch schon gereicht», sagte Ceesay, der als rechter Aussenverteidiger selbst zum Abwehrverbund gehört, der seit Jahren das Prunkstück des Teams darstellt.

In dieser Saison aber hat der FCP, der in sämtlichen Heimspielen unbezwungen blieb, nicht nur die wenigsten Tore kassiert, sondern auch die meisten geschossen; fast die Hälfte der Treffer gingen dabei auf das Konto von Romeo Meier (11 Tore), Silvan Lang und Fazlija (je 8 Tore). Die gesteigerte Torproduktion ist gemäss Ceesay nicht zuletzt eine Folge des Selbstvertrauens, das auf der langen Serie der Ungeschlagenheit fusst.

«Aus demselben Grund sind wir auch nicht so schnell aus der Ruhe zu bringen und bleiben im Gegensatz zu früher gelassen, wenn es im Abschluss nicht auf Anhieb klappt», sagt der Wirtschaftsinformatiker, der sich als Vorstandsmitglied auch um die Finanzen des Vereins kümmert. Tatsächlich entschieden die Pfäffiker mehrere Partien – wie die finale gegen Volketswil – in der zweiten Hälfte oder – wie die wegweisende in Zollikon – gar erst in der Schlussphase für sich.

Frischer Wind dank «Wolfi»

Dass die Pfäffiker vermehrt an sich selbst glauben, ist aber ein Verdienst des neuen Trainers. Dabei brauchte der überaus erfahrene Urs Wolfensberger, der über die Uefa-Pro-Lizenz verfügt und auch als SFV-Instruktor tätig ist, nicht allzu viel zu verändern, als er seinen Posten in der Winterpause antrat. Sein Vorgänger Kurt Kobel hatte ihm eine intakte Mannschaft hinterlassen mit Spielern, die sich laut Ceesay auch abseits des Platzes bestens verstehen.

Natürlich vermittle «Wolfi» ihm und seinen Mitspielern seine Philosophie und gebe während der Trainings reichlich Inputs, sagt Ceesay. Aber im Spiel lasse er ihnen viele Freiheiten. «Er vertraut uns, und wir spüren das.»

Vor allem aber brachte Wolfensberger nach dreieinhalb Jahren unter Kobel eine frische Brise in die Mannschaft. Und diese entwickelte sich in der Rückrunde zu einem kräftigen Rückenwind, der den FC Pfäffikon schliesslich unaufhaltsam in die 2. Liga stürmen liess.

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