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Ein OL für alle

Vom Elfjährigen bis zur Rentnerin: So erlebten Teilnehmer den Wisliger OL

Rund 550 Personen gingen in Illnau anlässlich des Wisliger OL 2026 auf Postenjagd: von jung bis alt, von WM-Teilnehmerin bis Hobby-Sportler.

Wo bitte gehts zum nächsten Posten? Zwei Teilnehmer diskutieren die Routenwahl.

Foto: Annalena Schmid

Vom Elfjährigen bis zur Rentnerin: So erlebten Teilnehmer den Wisliger OL

Ein OL für alle

Rund 550 Personen gingen in Illnau anlässlich des Wisliger OL 2026 auf Postenjagd: von Jung bis Alt, von WM-Teilnehmerin bis Hobbysportler.

Orientierungslauf ist ein Sport, der in jedem Alter und auf jedem Niveau ausgeübt werden kann. Das zeigte sich auch am Wisliger OL. Dieser fand am Sonntag – anders als der Name vermuten liesse – in Illnau statt und wurde als Sprint-OL ausgetragen. Das heisst: kurze Distanzen im Dorf mit schnellen Entscheidungen, vielen Richtungswechseln und kniffligen Routenwahlen. Die Posten standen an Hausecken, Mauern, Hecken oder Spielplatzobjekten und waren quer durch ganz Illnau verteilt.

Für die Kurssetzung war Yannic Wild verantwortlich, der selbst in Illnau wohnt. Nach dem Lauf zog er ein positives Fazit: «Ich bin rundum zufrieden, es lief alles reibungslos, wir hatten mehr Teilnehmende als erwartet, und ich erhielt viele positive Rückmeldungen zum Wettkampf.»

Ob Familie, 82-jährige Seniorin, 48-jähriger Hobbysportler, Nachwuchsläufer oder Elite-Athletin: In den 44 Kategorien fanden alle für ihr Niveau und Alter eine passende Herausforderung. Fünf Teilnehmende erzählen über ihr OL-Erlebnis.

Elisabeth Pletscher (82), OLV Zürich

Eine Orientierungsläuferin posiert.

«Ich habe zur Vorbereitung extra noch eine alte OL-Karte von Illnau herausgesucht und wusste, was ich etwa zu erwarten hatte. Es war eine lässige Bahn, bei der man stets aufmerksam sein musste, vor allem mit den vielen Posten, die nahe beieinanderstanden. Ich habe aber gerne auch Teilstrecken, bei denen ich mal etwas weniger Karte lesen muss und einfach rennen kann.»

Urs Rütti (48), OLC Kapreolo

Ein Orientierungsläufer posiert.

«Bei mir steht der Spass im Vordergrund, und den hatte ich heute. Ich bin durch meine Kinder zum OL gekommen und technisch nicht ganz so versiert. Deshalb schätze ich den Sprint-OL im Dorf oder in der Stadt. Und natürlich gehört zum OL auch dazu, nach dem Lauf mit den Kollegen meiner Kategorie die verschiedenen Routen zu diskutieren.»

Paula Gross (30), OL Zimmerberg

Eine Orientierungsläuferin posiert.

«Ich starte im Juli an der OL-WM in Genua. Da ich neben dem Spitzensport noch als Lehrerin arbeite, kann ich nicht wie einige meiner Teamkolleginnen und -kollegen ins Engadin ins Höhentrainingslager reisen. Der Wisliger OL war aber eine super Alternative. Der OL war anspruchsvoll und bot mir ein gutes Training vor meinem grossen Saisonziel in einem Monat.»

Julian Widler (11), OLG Wislig/OLG Pfäffikon

Ein Orientierungsläufer posiert.

«Zuerst nahm ich selbst am OL teil, danach war ich als Helfer im Ziel im Einsatz und schaute, dass alle im Ziel einen Becher mit Wasser oder Eistee bekamen. Ich bin zufrieden mit meinem eigenen Lauf, auch wenn ich nicht immer die beste Route nahm. Illnau kannte ich bereits von den OL-Trainings, deshalb hatte ich vielleicht einen kleinen Heimvorteil.»

Denise Gürtler (53), OLC Winterthur

Eine Orientierungsläuferin posiert.

«Wir sind mit der ganzen Familie hier, auch mein Mann und meine beiden Kinder starteten am OL. Eigentlich mache ich nicht so gerne Sprint-OL und bin lieber im Wald unterwegs. Aber hier in Illnau hat es doch Spass gemacht, die Posten waren zum Teil gut versteckt, und ich musste stets sorgfältig Karte lesen.»

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