So will er in Hinwil ein Formel-1-Weltmeisterteam schaffen
Seit Anfang Jahr heisst Sauber Audi. Doch die Transformation des Teams ist noch längst nicht zu Ende. Audi-Teamchef Mattia Binotto sprach über das, was noch bevorsteht.
Das ehemalige Sauber-Team ist zum Audi-Werksteam geworden und steht in seiner Debütsaison, die am Sonntag mit dem GP von Monaco weitergeht. Noch sind die Ziele bescheiden, bis 2030 aber will der deutsche Hersteller um den WM-Titel kämpfen.
Audi-Teamchef und -CEO Mattia Binotto sprach in einem Podcast darüber, was bis dann in Hinwil passieren muss – und in welchem Bereich er das Team jetzt schon nah an der Spitze sieht.
Die Mentalität: Nicht mehr nur dabei sein
Um die für ihn «derzeit grösste Herausforderung» zu beschreiben, blättert Mattia Binotto etwas zurück. Er lobt Sauber als «fantastisches» Privatteam, dem es aber nie darum ging, zum Siegerteam zu werden. Für Sauber war es ein Erfolg, überhaupt über all die Jahre dabei zu sein und finanziell über die Runden zu kommen. Daran denkt Binotto, wenn er über einen nötigen Kulturwandel spricht. Nicht, weil es dem Team an Mentalität fehlt – sondern, weil sich die Ambition verändert hat. Bisher ging es darum, aus bescheidenen Mitteln das Beste herauszuholen. Nun sind die Finanzen keine Baustelle mehr. «Wenn man 20, 30 Jahre lang gewohnt war, kein Geld auszugeben, und nun diese Mentalität verändern muss, ist das schwierig.»

