Dieser Fehlentscheid brachte Audi um Punkte
In Kanada verpasste das Audi-Team die Punkteränge zum vierten Mal in dieser Saison. Stattdessen machen die Hinwiler mit Fehler und Strafen von sich reden.
Das fünfte Rennwochenende brachte dem Hinwiler Audi-Team keine WM-Punkte. Zum vierten Mal in dieser Saison gingen Nico Hülkenberg und Gabriel Bortoleto leer aus. In Kanada resultierten nur die Ränge 12 und 13 für den Deutschen und den Brasilianer. Auf dem Konto der Hinwiler bleiben damit nur die beiden Zähler, die Bortoleto zum Saisonauftakt in Australien geholt hatte.
Und einmal mehr war es so, dass die beiden Audi-Piloten durchaus aus verheissungsvollen Positionen starteten, im Rennen das Potenzial des Autos aber nicht in Top-Ten-Plätze ummünzen konnten. Man kann eigentlich eine einfache Rechnung anstellen: Hülkenberg startete von Position 11 aus, Bortoleto zwei Plätze dahinter. Sechs Autos fielen aus, drei davon waren vor dem Audi-Duo gestartet. Doch statt daraus Profit schlagen zu können, brachten sich die Hinwiler selber in die Bredouille.
Das lief schief
Weil es kurz vor dem Start geregnet hatte, entschieden sich die Audi-Verantwortlichen für die sogenannten «Intermediate»-Reifen, die ein leichtes Profil aufweisen. Der Grossteil der Konkurrenz hingegen startete auf profillosen Slicks – was ganz offensichtlich die bessere Wahl war. Gerade auch, weil das Rennen nicht zur vorgesehenen Zeit startete, sondern nach zwei zusätzlichen Einführungsrunden, weil ein Auto mit technischen Problemen auf der Startaufstellung stehen geblieben war. Die Strecke trocknete so noch mehr ab – und für Audi war schnell einmal klar: Diese Entscheidung war falsch. Die Hinwiler waren zwar in prominenter Gesellschaft; auch McLaren verpokerte sich. Am Ende half das aber nicht.

