4 Spiele, 22 Tore: So viel war bei den Oberländer Zweitligisten los
Torfestival in der regionalen 2. Liga: Gossau und Brüttisellen-Dietlikon gehen deutlich unter, Greifensee sendet ein starkes Lebenszeichen – und Wald gelingt nicht viel.
Der FC Gossau hat seine Mini-Serie nicht fortsetzen können. Nach zwei hart erkämpften Siegen in Folge hatte der Oberländer Zweitligist gegen Leader Veltheim nicht viel zu bestellen und unterlag klar 0:5.
Für Andreas Häsler kein Beinbruch. «Diese Niederlage wird uns nicht lange beschäftigen», sagte der FCG-Trainer, für den der Rückschlag auch deshalb nicht allzu überraschend kam, weil er auf nicht weniger als fünf Stammspieler hatte verzichten müssen. Ohnehin sei es keine Schande, gegen die starken Winterthurer zu verlieren. «Wir müssen unsere Punkte gegen andere Teams holen», so Häsler.
Zu Beginn hielten die Gossauer mit dem Favoriten mit und wären gar beinahe in Führung gegangen; Riley Christen vergab seine Möglichkeit jedoch. Stattdessen geriet das Heimteam nach einer knappen Viertelstunde per Penalty in Rückstand. Nachdem die spielbestimmenden und ballsicheren Veltheimer nach einem ihrer zahlreichen zügigen Angriffe über die Seite ein zweites Mal erfolgreich gewesen waren, hätte wiederum Christen noch vor der Pause verkürzen können. Der gegnerische Torhüter klärte aber mit einer waghalsigen Aktion, bei der er sich im Gesicht verletzte.
Auch in der zweiten Hälfte waren die Gossauer wiederholt überfordert mit den schnellen Flügelspielern der Gäste. Selbst blieben sie ungefährlich, und auch die zuletzt effektiven Einwechselspieler vermochten dem Spiel ihrer Mannschaft diesmal keine Impulse zu geben. Spätestens nach dem Doppelschlag von Veltheims Dennis Bagnato, dem Topscorer der Gruppe 2, musste der FCG seine Hoffnungen auf ein weiteres positives Ergebnis begraben.
Kein Stich für Brüttisellen
Noch schlimmer als Gossau erwischte es den FC Brüttisellen-Dietlikon. Der FCB kam gegen den FC Herrliberg, einen anderen Aufstiegsaspiranten, richtiggehend unter die Räder und verlor auswärts 0:8. «Mir ist es lieber, einmal so zu verlieren als dreimal 0:1», sagte FCB-Coach Zahir Idrizi zwar. Dem Selbstvertrauen im Abstiegskampf, in dem sich seine Mannschaft nach der vierten sieglosen Partie in Folge wiederfindet, dürfte die empfindliche Pleite allerdings nicht eben förderlich sein.
Die Brüttiseller waren dem Heimteam von den Spielanteilen her zunächst ebenbürtig und erspielten sich einige Gelegenheiten. Erfolgreich waren aber nur die äusserst effizienten Herrliberger, die schon zur Pause 4:0 führten und zu Beginn der zweiten Hälfte das Skore noch einmal erhöhten. Danach liessen sie es ruhiger angehen – bis sie in den Schlussminuten drei weitere Treffer markierten.
Greifensee siegt hoch
Ein Ausrufezeichen im Kampf um den Ligaerhalt setzte dafür der FC Greifensee, der gegen Küsnacht den ersten Erfolg in der Rückrunde landete. Beim deutlichen 5:0 blieb der nun nur noch knapp unter dem Strich liegende FCG nicht nur zum erst dritten Mal in dieser Saison ohne Gegentor; auch die oft glücklosen Offensivkräfte vermochten sich positiv in Szene zu setzen – allen voran Jan Laslo, dem im ersten Abschnitt ein lupenreiner Hattrick glückte.
Die Greifenseer bekundeten zu Hause gegen den Tabellenvorletzten, der sich zuletzt verbessert gezeigt und im neuen Jahr schon zweimal gewonnen hatte, von Anfang an erstaunlich wenig Mühe. In die Hände spielte ihm dabei ein denkbar frühes Eigentor eines Küsnachters, der den Ball vor dem einschussbereiten Tobias Niklaus ins Tor spedierte. Wenig später erhöhte Laslo für die spielfreudigen Greifenseer auf Pass von Alec Wegmann auf 2:0. Und bereits nach einer halben Stunde sorgte derselbe Spieler mit einem Doppelschlag für die Vorentscheidung; erst verwandelte er einen an Sascha Peter verschuldeten Penalty, und danach traf er erneut auf Vorlage Wegmanns. Nach der Pause liess der FCG nichts mehr anbrennen. Jamin Aabdouri traf nach Doppelpass mit Niklaus gar noch zum 5:0.
Wald zu fehlerhaft
Der FC Wald brachte sich in Embrach wieder einmal mit gröberen Eigenfehlern um ein besseres Resultat und verlor 1:3. Die Walder starteten zwar ansprechend und hatten als erstes Team die Chance auf den ersten Treffer; Ramon Marcon traf aber nur die Latte. Stattdessen verlor wenig später ein FCW-Innenverteidiger den Ball und ermöglichte dem Heimteam das Führungstor. Und nachdem wiederum Marcon per Kopf den Ausgleich verpasst hatte, schnitzerten die Walder nach der Pause in der Defensive ein zweites Mal. Die kaltblütigen Embracher wussten vom Ballverlust erneut zu profitieren und erhöhten ihren Vorsprung auf 2:0.
Topscorer Jlir Ibrahimi vermochte zwar nur kurze Zeit später zu verkürzen. Als die Gäste noch einmal zu unkonzentriert agierten und im Umschaltspiel den Ball vertändelten, stellte Embrach den alten Abstand aber umgehend wieder her. Danach waren die Oberländer zwar bemüht. Gelingen wollte ihnen aber bis zuletzt nicht mehr allzu viel.
Gossau - Veltheim 0:5 (0:2). – Tore: 14. Cecchini (Foulpenalty) 0:1. 20. Herrmann 0:2. 65. Bagnato 0:3. 67. Bagnato 0:4. 88. De Sousa 0:5.
Herrliberg - Brüttisellen-Dietlikon 8:0 (4:0). – Tore: 5. Gamboni 1:0. 15. Gamboni 2:0. 27. Cavaliere 3:0. 42. Vizner 4:0. 50. Gamboni 5:0. 87. Gamboni 6:0. 88. Eigentor 7:0. 90. Wyss 8:0.
Greifensee - Küsnacht 5:0 (4:0). – Tore: 2. Eigentor 1:0. 13. Laslo 2:0. 31. Laslo (Foulpenalty) 3:0. 34. Laslo 4:0. 61. Aabdouri 5:0.
Embrach - Wald 3:1 (1:0). – Tore: 23. Huber 1:0. 51. Huber 2:0. 56. Ibrahimi 2:1. 57. Ciadella 3:1.
