Der zweite Matchball sitzt – die Riders bleiben in der NLA
Das fünfte Playout-Spiel zwischen den Floorball Riders und Uri ist zugleich das letzte. Die Oberländerinnen siegen 9:5, gewinnen die Serie 4:1 und sichern sich den Ligaerhalt.
Die Floorball Riders Dürnten-Bubikon-Rüti können aufatmen. Das Oberländer Team spielt auch nächste Saison in der höchsten Frauenliga. Die Riders verpassten die erste Chance zum Ligaerhalt am Samstag mit ihrer 3:4-Niederlage gegen Uri zwar. Knapp 24 Stunden später holten sie das Verpasste nach.
9:5 bezwangen die Oberländerinnen im fünften Spiel der Playouts Uri. Sie gewannen damit die Best-of-7-Serie sicher 4:1. Die Riders feierten am Sonntagabend gar ein kleines Jubiläum. Wobei es eines ist, auf das sie gerne verzichtet hätten, war ihr Ziel doch die Playoff-Qualifikation gewesen. Diese verpassten sie erneut, dafür sicherten sie sich zum fünften Mal hintereinander den Platz in der NLA in den Playouts.
«Wir versuchten mit sehr viel Energie ins Spiel zu steigen, das ist uns auch geglückt», freute sich Riders-Spielerin Rebecca Harder und sagte: «So holten wir uns ein gutes Gefühl.» Wurden die Riders im vierten Spiel für ihre defensiven Nachlässigkeiten bestraft und lagen noch vor Spielhälfte 0:4 zurück, führten sie im fünften Duell nach elf Minuten schon 4:0.
Es war nicht etwa so, dass die Oberländerinnen in der Startphase drückend überlegen waren und darum folgerichtig hoch führten. Nein, sie nützten schlicht eine kurze Tiefschlafphase der Gäste aus. Dabei brachten die Riders das Kunststück fertig, innerhalb von sechzig Sekunden gleich drei Tore zu erzielen.
Drei Punkte waren zentral
Nach dem 4:0 von Topskorerin Malin Hansson (11.) schienen die Riders das Spiel bereits abgehakt zu haben. Sie traten in der Folge alles andere als stilsicher auf. Und liessen den Gegner, der mit dem Rücken zur Wand zu keinem Zeitpunkt aufgab, tatsächlich nochmals Hoffnung schöpfen. Im torreichen zweiten Abschnitt stand es aus Sicht des Heimteams plötzlich nur noch 5:4, was Harder mit den Worten beschrieb: «Leider fielen auch ein paar Bälle rein.»
Danach zogen die Oberländerinnen erneut davon, da Uri grosse Risiken einging und dem Gegner viele Freiräume bot. Mit einem 8:4-Vorsprung starteten die Riders ins Schlussdrittel, wo sie schnell den fünften Gegentreffer zuliessen.
Schon zehn Minuten vor Schluss ersetzte Uri erstmals den Goalie durch eine zusätzliche Feldspielerin. Die Riders konnten ihre Nerven vorerst nicht beruhigen, indem sie den Ball im nun leeren Gästetor unterbrachten. Aufschnaufen konnte das Heimteam erst, als Malin Hansson drei Minuten vor dem Ende in doppelter Überzahl das 9:5 gelang. Es war Hanssons vierter Treffer des Abends.
Riders-Spielerin Harder sah den Schlüssel zum Sieg darin, dass es den Oberländerinnen nach dem fünften Gegentor gelang, defensiv sehr viel solider zu spielen. «Wir haben es geschafft, die Energie zu behalten», sagte Harder und zählte drei Punkte auf, die für den Erfolg aus ihrer Sicht ausschlaggebend waren: «Unsere Überzeugung, der Kampfgeist und der Teamzusammenhalt.»
