Sport

Bitteres Saisonende

Zweimal geführt, alles gegeben – und doch ist Schluss für Laupen

Die Laupner NLA-Frauen zwingen die Kloten-Dietlikon Jets im vierten Viertelfinal ins Penaltyschiessen, letztlich aber jubelt der Gegner über den Halbfinal-Einzug.

Die Laupnerin Sina Rüdisühli (links) versucht, Jets-Stürmerin Sara Piispa aus dem Konzept zu bringen.

Foto: Swiss Unihockey/Claudio Schwarz

Zweimal geführt, alles gegeben – und doch ist Schluss für Laupen

Die Laupner NLA-Frauen zwingen die Kloten-Dietlikon Jets im vierten Viertelfinal ins Penaltyschiessen, letztlich aber jubelt der Gegner über den Halbfinal-Einzug.

Nein, Lust auf Ferien hatten die Laupner NLA-Frauen offensichtlich noch keine. Um ihre Saison um zumindest eine weitere Partie zu verlängern, hätten die Oberländerinnen in der Viertelfinal-Serie (best-of-7) nach drei Niederlagen in Serie am Mittwochabend den ersten Sieg gegen die Kloten-Dietlikon Jets gebraucht. Sie waren erneut nahe dran, verloren aber 3:4 nach Penaltyschiessen.

Zweimal führte Laupen gegen den Titelverteidiger. 1:0 früh im Spiel, sehr viel später dann 3:2. Doch der Favorit glich in der 54. Minute aus. Chancen gab es auf beiden Seiten auch danach für weitere Tore. Allein, es fielen keine mehr. Weder in der restlichen regulären Spielzeit, noch in der Verlängerung. Und so musste im vierten Duell zwischen Laupen und den Jets das Penaltyschiessen entscheiden.

Dieses begann für Laupen ideal. Chiara Taini brachte ihr Team in Führung. In der Folge aber vergaben alle anderen Oberländer Spielerinnen, während bei den Jets Laila Ediz und Chiara Bertini reüssierten.

Das wiederum hiess: Der UHC Laupen verlor nicht nur die Partie, sondern auch die Serie 0:4. Die Saison ist für das Team von Yves Kempf damit vorbei. Stürmerin Andrea Wildermuth sprach hinterher von einem schwierigen Ende der Meisterschaft.

«Wir wollten die Serie unbedingt verlängern», strich sie den Laupner Willen heraus. «Wenn alle einen solchen Einsatz zeigen wie heute, ist es cool zu spielen», fand Wildermuth auch in der Enttäuschung etwas Positives. Sie machte aber auch klar: «Es ist bitter, ein solch enges Spiel zu verlieren. Das müssen wir sicher noch verarbeiten.»

Der erste Sieg war in Griffnähe

Das 0:4 in der Serie sieht brutal aus. Und suggeriert, die Laupnerinnen hätten keine Chance gehabt. Sie waren aber sehr viel näher am Favoriten dran, als es das Schlussresultat glauben lässt. Die erste Partie verlor der Aussenseiter im Unterland noch 3:7, danach aber folgten drei Partien, die auch auf die Seite von Laupen hätten kippen können. 4:6 hiess es in Spiel 2, wobei die Entscheidung ebenso im Schlussdrittel fiel wie in Spiel 3, das die Jets dank einem Treffer in der 59. Minute 4:3 für sich entschieden.

Erneut ausgeglichen war das Duell am Mittwochabend. Lange zeigten sich beide Teams nur wenig risikofreudig. Sie agierten stattdessen geduldig, versuchten dem Ball Sorge zu tragen. Erst nach Spielhälfte wurde die Partie offener und damit auch lebendiger. Weil der UHC Laupen wie in allen Begegnungen zuvor spät im zweiten Drittel ein Gegentor kassierte, startete er mit dem Rücken zur Wand in den dritten Abschnitt.

Doch mit dem drohenden Saisonende vor Augen nahm das Heimteam das Herz in die Hände. Für ihren nun druckvollen Auftritt wurden die Laupnerinnen schnell belohnt. Zweimal trafen sie aus der Distanz, nach dem 3:2 blieben lediglich knapp zehn Minuten in der regulären Spielzeit. Der erste Sieg war also in Griffnähe.

Doch die individuell klar besser besetzten Gäste brauchten nicht lange, um auszugleichen. In der 54. Minute traf mit Gentiana Behluli eine aus der Laupner U21 stammende Stürmerin zum 3:3, nachdem sie sich im Rücken der Abwehr freigelaufen hatte. Den entscheidenden Penalty verwertete mit Chiara Bertini dann ebenfalls eine Ex-Laupner Spielerin.

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