Nun winkt dem EHCW eine letzte Playoff-Chance
Der EHC Wetzikon lässt im Play-In-Rückspiel gegen Lyss nichts mehr anbrennen und setzt sich durch. Gegen Bülach geht es nun um den letzten Playoff-Platz.
Der EHC Wetzikon hat seine Saison um mindestens zwei Spiele verlängert. Die Wetziker gewannen das Play-In-Rückspiel gegen Lyss 3:1 und setzten sich mit dem Gesamtskore von 6:3 durch. Nun trifft der EHCW in der 2. Play-In-Runde auf den EHC Bülach, der sein Duell gegen Langenthal mit dem Gesamtskore von 5:8 verlor.
Der Wetziker Sieg war verdient. Vorentscheidend war das 2:1 drei Minuten vor der zweiten Pause. Gian Andrea Thöny vollendete dabei eine 2-gegen-1-Situation nach einem Konter und verwertete den Querpass von Filip Cap sicher. Und weil die Wetziker das Hinspiel 3:2 gewonnen hatten, nahmen sie den Schlussabschnitt also gewissermassen mit einer Zwei-Tore-Führung in Angriff.
Fünf Minuten vor Schluss war alles klar
Früh im letzten Drittel mussten sie den Lyssern zwei Powerplays zugestehen, wobei die Gäste einmal den Pfosten trafen. Mehr liess der EHCW aber nicht zu, sondern kam seinerseits bald zu mehreren Powerplay-Gelegenheiten. Eine davon nutzte Simon Brander zum entscheidenden 3:1, kurz nachdem sowohl er selber als auch Thöny noch zwei Grosschancen vergeben hatten.
Lyss brauchte nun also drei Tore, um nur schon eine Verlängerung zu erzwingen, und ersetzte den Torhüter deshalb schon über fünf Minuten vor Schluss durch einen sechsten Feldspieler. Der EHCW aber liess keinen Gegentreffer mehr zu, auch nicht, als Brander auf der Strafbank sass. Die Wetziker konnten sich gar den Luxus leisten, das verlassene Lysser Tor mehrfach nicht zu treffen.
Ins Wanken kamen die Wetziker nie
So verzweifelt Lyss am Ende anrannte, so dezidiert waren die unter Zugzwang stehenden Gäste zu Beginn des Spiels aufgetreten. Sie hatten im Startdrittel deutlich mehr vom Spiel, während sich die Wetziker in Gelassenheit übten, aber auch nicht wirklich viele zwingende Möglichkeiten zuliessen.
Im zweiten Abschnitt hingegen trat der EHCW deutlich aktiver und entschlossener auf. Die besseren Chancen hatte nun Wetzikon, den erste Treffer schoss allerdings Lyss nach gut 29 Minuten. EHCW-Torhüter Jakub Wieczorek war gegen einen Ablenker chancenlos. Ins Wanken gerieten die Gastgeber darob aber nicht. Yannic Noll gelang der Ausgleich nur wenig später im Powerplay, er liess sich nach Thönys Pass vors Tor nicht zweimal bitten – die Scharte war damit ausgewetzt, die Basis für den Erfolg gelegt.
Die Direktduelle sprechen für den EHCW
Noch ist die Saison für den EHCW also nicht vorbei, eine letzte Chance bietet sich ihm, sich den letzten Playoff-Platz noch zu ergattern. Am Samstag und am Dienstag treffen die Oberländer in der zweiten Runde des Play-In auf den EHC Bülach, erst daheim, dann auswärts.
In der Qualifikation holten die Unterländer drei Punkte mehr als Wetzikon und waren als Achte einen Rang besser klassiert. Die Direktuelle in dieser Saison sprechen aber für den EHCW: Er gewann zu Hause zweimal (3:1, 3:0) und verlor auswärts 1:2.
