Beim EHCW steckt der Wurm drin
Der EHC Wetzikon ist im Formtief und verliert das vorletzte Spiel der MHL-Qualifikation in Langenthal 0:4.
Wenige Tage vor Beginn der entscheidenden Meisterschaftsphase tut sich der EHC Wetzikon weiterhin schwer. Im vorletzten Spiel der MHL-Qualifikation verlor er am Mittwochabend auswärts beim SC Langenthal 0:4. Für die Wetziker, die ab Dienstag versuchen werden, den Sprung in die Playoffs via Play-In doch noch zu schaffen, war es die vierte Niederlage hintereinander.
Die Entscheidung fiel rund zehn Minuten vor Schluss. Rund zwei Minuten, nachdem die Gäste auch ihr viertes Powerplay der Partie nicht hatten ausnützen können, kassierten sie das 0:3.
Sie spielten danach zwar unverdrossen weiter, nicht einmal der Ehrentreffer wollte ihnen allerdings gelingen. Auch dann nicht, als sie ab der 57. Minute mit einem zusätzlichen Feldspieler anstelle des Goalies angriffen. Das brachte ihnen noch das 0:4 ein. Und weil sich bei mehreren EHCW-Spielern wenige Sekunden vor Schluss der Frust entlud, auch viele Strafminuten.
Sie finden kaum Lücken
Zuletzt hatten die Wetziker in drei Spielen hintereinander jeweils nur ein Tor erzielt. Und die nach Langenthal gereisten EHCW-Fans unter den 1000 Zuschauerinnen und Zuschauern dürften die Hoffnung bald einmal aufgegeben haben, ein Offensivspektakel ihres Teams zu sehen. Denn wer sich kaum eine Chance erarbeiten kann, die diesen Namen verdient, läuft zwangsläufig Gefahr, ohne Ertrag zu bleiben.
Es war nicht so, dass sich die Gäste nicht bemüht hätten. Am Willen und Engagement lag es definitiv nicht. Aber die Oberländer agierten eben auch zu umständlich, zu durchschaubar und fanden so kaum Lücken in der Abwehr des Heimteams, das zwingender war. Ihren besten Angriff lancierten die Wetziker kurz nach Spielhälfte. Nach einer gelungenen Kombination lief Simon Brander alleine auf den Langenthaler Torhüter zu. Der EHCW-Stürmer entschied sich gegen einen Schuss und für einen Trick – und blieb nur zweiter Sieger.
Zu diesem Zeitpunkt lagen die Oberländer 0:1 hinten. Rund vier Minuten später durften sie die Hilfe des Pfostens in Anspruch nehmen. Kurz vor Ablauf des zweiten Abschnitts kassierten die Wetziker doch noch den zweiten Gegentreffer. Es war bis zu diesem Zeitpunkt beileibe kein schlechter Lohn für den SC Langenthal, der nur in der Anfangsphase klar mehr Spielanteile als die Gäste hatte.
Diese aber standen in der Defensive solide und liessen nur wenig zu. In Rückstand gerieten sie zu Beginn des zweiten Drittels nicht nach einem zwingenden Angriff des SCL, sondern durch einen verdeckten Abschluss von der blauen Linie, den EHCW-Goalie Jakub Wieczorek spät gesehen haben dürfte.
