Laupen steigert sich erst, als es zu spät ist
Im Duell zweier Tabellennachbarn zieht der UHC Laupen deutlich den Kürzeren. Er liegt gegen Emmental Zollbrück schon vor Spielhälfte mit vier Toren zurück.
Die NLA-Frauen des UHC Laupen haben die Chance verpasst, zu Tabellennachbar Emmental Zollbrück aufschliessen zu können. Die Oberländerinnen verloren daheim das Direktduell zwischen den Teams auf den Rängen fünf und sechs klar 1:6. Damit ist der Rückstand von Laupen auf die Emmentalerinnen auf sechs Punkte angewachsen.
Der Sieg der Gäste war verdient. Sie waren das bessere Team und konnten sich zugleich auf Goalie Ladina Töndury verlassen, die zahlreiche Paraden zeigte und nach der Partie zur besten Gästespielerin ausgezeichnet wurde. Die Begegnung war schon zur zweiten Pause entschieden – Laupen lag zu diesem Zeitpunkt 1:5 hinten.
Im dritten Abschnitt zeigte sich das Heimteam verbessert. Es verteidigte nun konsequenter, ersetzte schon rund zehn Minuten vor Schluss das erste Mal seine Torhüterin und tat dies danach immer wieder.
Die Laupnerinnen agierten mit sechs gegen fünf druckvoll und kamen zu Chancen, ohne aber nochmals zu treffen. «Wir haben nach zwei nicht wirklich guten Dritteln Moral gezeigt und sind als Team zusammengestanden», bilanzierte Laupen-Stürmerin Annina Stoll.
Doppelschlag innert 17 Sekunden
Für Stoll stand ausser Frage, dass die Emmentalerinnen zu Recht als Siegerinnen vom Platz gingen. Laupen hatte sich für die Partie zwar viel vorgenommen, startete aber schwach. Die Gäste legten ein hohes Tempo vor, «wir überstanden nur mit Glück die ersten zehn Minuten ohne Gegentor», sagte Stoll.
Entgegen dem Spielverlauf gelang Vanessa Wetten dann das 1:0 für die Laupnerinnen. Energie zogen diese daraus indes keine. Im Gegenteil. Das Heimteam agierte in der Defensive weiterhin zu passiv, Emmental Zollbrück war immer einen Schritt schneller. Nicht einmal eine Minute hielt die Führung des Gastgebers, dann war sie wieder weg.
Kurz darauf kassierten die Oberländerinnen innerhalb von lediglich 17 Sekunden zwei weitere Tore und gerieten 1:3 ins Hintertreffen. Gleich zu Beginn des Mitteldrittels wurden all die Vorsätze der Laupnerinnen aus der Pause schon hinfällig, als sie nach 18 Sekunden das 1:4 einstecken mussten.
