Dieser Gegner liegt Wetzikon einfach nicht
Obwohl ihm nur ein einziges Tor gelingt, ist der EHC Wetzikon lang auf Kurs, in Thun zu punkten. Am Schluss ist es wie diese Saison immer: Er muss sich den Bernern beugen.
Die Hoffnung auf einen Punktgewinn platzte für den EHC Wetzikon in Thun erst 21 Sekunden vor Schluss. Dann kassierten die Gäste das 1:3 ins leere Tor – dabei blieb es. Dass die Oberländer so lange an den Thunern dranblieben, hatte auch viel mit ihrem Goalie Jakub Wieczorek zu tun, der die Gäste mit zahlreichen guten Interventionen im Spiel hielt. Die Berner hatten mehr von der Partie, vor allem im ersten Drittel, das sie grösstenteils dominierten, und sie wiesen ein Chancenplus auf. Ihr Sieg ging in Ordnung.
Die Wetziker wiederum dürften ganz froh sein, sind ihre Duelle mit Thun zumindest für die Qualifikation vorbei. Alle drei Partien verloren sie. Und was noch viel auffälliger ist: Lediglich zwei Treffer gelangen ihnen dabei. Auch am Samstag fragte man sich lange, wie der EHCW zu Toren kommen sollte. Bei numerischem Gleichstand kam von den offensiv harmlosen Gästen wenig bis nichts.
So war es nicht erstaunlich, erzielte der EHC Wetzikon sein einziges Tor in Überzahl. Und zwar mit gleich zwei Mann mehr auf dem Feld. Verteidiger Noah Siren verwertete in der 37. Minute den zweiten Abpraller zum 1:1. Die Gäste hatten in dieser Phase gar die Chance, die Partie auf ihre Seite zu drehen, durften sie danach weiter in Überzahl agieren.
Doch sie verpassten diesen günstigen Moment ebenso wie zu Beginn des Schlussabschnitts, als sich Simon Brander eine Riesenchance zur Führung bot.

