Deshalb hat er trotz verpasster Chance Zuversicht getankt
Der Gibswiler Nicola Wigger hat die Tour de Ski vorzeitig beendet, obwohl er die Olympia-Kriterien nicht erfüllt hat. Ein Widerspruch?
Die 4. Etappe der Tour de Ski am Neujahrstag beendete Nicola Wigger auf Rang 38. Und der 24-Jährige Gibswiler zeigte in der Verfolgung über 20 km im klassischen Stil ein mehr als beachtliches Rennen. Von Position 76 aus der Freistil-Prüfung über 5 km vom Vortag arbeitete er sich weit nach vorn. «Das war ein sehr gutes Rennen, wohl eines meiner besten überhaupt», bilanzierte er.
Nur: Es nützt ihm wenig. Um die Qualifikationsbedingungen für die Olympischen Spiele in Mailand und Cortina zu erfüllen, wäre eine Rangierung in den besten 25 erforderlich gewesen. Das Handicap seines Rückstands am Start war zu gross. Aber, so der Positivdenker: «Mir gelang es anzudeuten, dass ich es draufhabe. Das vermittelt Zuversicht.»
Sich mehr erhofft und eine weitere Möglichkeit verpasst hatte Wigger drei Tage zuvor im 10-km-Rennen in der freien Technik. «Ich erwischte einen Durchschnittstag», fasste er zusammen. Auch da war er bester Schweizer, aber nur auf Position 48. Also auch nichts Zählbares in Richtung Olympia. Die beiden letzten Etappen und die Dislokation an den Olympia-Ort der Langläufer ins Val di Fiemme hat Wigger ausgelassen. Das hatte er schon immer so vorgesehen.

