Als der EHC Wetzikon für Schlagzeilen in der Nationalliga B sorgte
In den 1980er Jahren spielte der EHC Wetzikon fünf Saisons in der NLB. Der sportliche Erfolg blieb in dieser Zeit überschaubar. Und der Verein ächzte schnell einmal unter einer grossen Schuldenlast.
Dieser Artikel erschien erstmals am 9. Oktober 2025.
Heute ist so etwas undenkbar. Aber es ist auch schon 42 Jahre her, seit sich diese Episode zugetragen hat. Der EHC Wetzikon spielt zu jener Zeit in der Nationalliga B. Er sorgt da mit seinen finanziellen Problemen mindestens für so viele Schlagzeilen wie mit seinen sportlichen Auftritten.
Im Januar 1983 kämpft der EHCW mit einem Torhüterproblem. Stammgoalie André Mürner ist gegen Herisau nicht einsetzbar, ebenso Ersatz Heinz Menet. Blöd nur, dass sich im Spiel gegen die Appenzeller auch Juniorenkeeper Rolf Wolfensberger verletzt und vom Eis muss.
Die Oberländer haben keine Wahl: Von der 15. bis zur 19. Minute müssen sie ohne Torhüter weiterspielen. Und kassieren in dieser Phase zwei Gegentreffer. Dann hat sich Verteidiger Gerold Ursprung in die Ausrüstung gezwängt. Er stellt sich ins Tor und entpuppt sich als so talentierter Goalie, dass der EHCW die Partie tatsächlich gewinnt.

