Warum ihr eine erfüllte Limite kein Olympia-Ticket garantieren würde
Für die Näniker Skicrosserin Natalie Schär liegen die Olympia-Selektionskriterien in Reichweite. Ihre Chancen, den Sprung an die Spiele zu schaffen, sind trotzdem beschränkt.
Dieses Ziel hängt hoch
Sie ist es als Skicrosserin gewohnt, durch die Luft zu segeln. Geht es um ihre Ziele, steht Natalie Schär jedoch immer mit beiden Füssen am Boden. Sie sei nicht in der Position, Olympia-Träume zu hegen, sagte die Nänikerin vor dem letzten Winter. Und auch jetzt, nach ihrer ersten kompletten Weltcup-Saison und mit einer bereits zur Hälfte erfüllten B-Limite, gibt sie sich keinen Wunschvorstellungen hin. «Logisch sind sie ein Riesenziel», sagt Schär über die Spiele in Italien und schränkt sofort ein: «Es wird aber uh huere schwer.» Um die B-Limite ganz zu erfüllen, braucht Schär in der am Donnerstag beginnenden Weltcup-Saison einmal einen Platz in den Top 12. Das ist für die 25-Jährige machbar, die in der letzten Saison zweimal in die Top Ten fuhr.
Die Möglichkeit ist indes beträchtlich, dass Schär trotz erfüllter Limite nicht zur Olympia-Premiere kommt. Die Breite bei den Schweizer Skicrosserinnen ist gross. Vier Plätze für die in Livigno stattfindenden Olympia-Rennen sind zu vergeben. Angeführt von Weltmeisterin und Gesamtweltcup-Siegerin Fanny Smith, kämpfen sieben Fahrerinnen darum. Schär kennt die Ausgangslage. Fünf ihrer Konkurrentinnen gehören dem Nationalteam an, sie ist im B-Kader. Sie muss darum wohl nicht nur die Limite erfüllen, sondern bessere Resultate als mindestens zwei ihrer Teamkolleginnen herausfahren. «Klappts, ist es supercool. Wenn nicht, war es zu früh.» Die Spiele 2030 in den französischen Alpen sind in ihrem Hinterkopf.

