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Mit dem knappsten aller Resultate

Das hat vor dem EHCW noch niemand geschafft

Der EHC Wetzikon holt gegen Franches-Montagnes einen unerwarteten Sieg und verbessert damit seine Lage am Strich wieder.

Andrin Locher und der EHC Wetzikon zeigten sich gegen Franches-Montagnes bissig. (Archiv)

Foto: David Kündig

Das hat vor dem EHCW noch niemand geschafft

Der EHC Wetzikon holt gegen Franches-Montagnes einen unerwarteten Sieg und verbessert damit seine Lage am Strich wieder.

Mit 81 erzielten Toren war Franches-Montagnes vor der Partie in Wetzikon die offensivstärkste Mannschaft der MHL. Und nach dem Gastspiel beim EHCW stehen die Jurassier noch immer bei 81 Toren: Der EHCW hat als erstes Team in dieser Saison Franches-Montagnes keinen einzigen Treffer zugestanden. Und weil Wetzikons Topskorer Gian Andrea Thöny kurz nach Beginn des zweiten Drittels den einzigen Treffer der Partie erzielte, holten sich die Wetziker einen unerwarteten Sieg gegen den Tabellendritten. Die Wetziker verbleiben zwar auf dem 9. Rang, verkürzten aber den Rückstand auf den Strich auf vier Punkte.

Wer das Spitzenteam ist und wer um den direkten Playoff-Einzug kämpft, das war eigentlich nur im Startdrittel das eine oder andere Mal klar ersichtlich. Da liessen die Gäste phasenweise erahnen, weshalb sie eines der offensivstärksten Teams der MHL sind. Temporeich und mit präzisen Kombinationen strahlten sie dann und wann Gefahr aus, und EHCW-Torhüter Tim Meier konnte sich nicht nur dann, sondern während der ganzen Partie über fehlende Arbeit nicht beklagen. Seinen ersten Shutout der Saison musste er sich redlich verdienen. Nebst Thöny war Meier der grosse Matchwinner.

Den Gästen kam die Leichtigkeit abhanden

Doch die Wetziker ihrerseits beschäftigten Gästetorhüter Hugo Cerviño ihrerseits auch mehr, als dieser wohl erwartet hatte. Je länger Meier unbezwungen blieb, desto mehr Sicherheit gewannen die Gastgeber hinzu. Engagiert und aufsässig machten sie den Jurassiern das Leben schwer. Bald einmal wurden aus Entlastungsangriffen ganze Druckphasen. Und hatten die Gäste zu Beginn noch eine gewisse Leichtigkeit an den Tag gelegt, kam ihnen diese im Verlauf der Partie immer mehr abhanden. Die aufsässigen Wetziker, die in Zweikämpfen gerne nachsetzten, schienen ihnen den Nerv zu rauben.

Und als Thöny in der 22. Minute nachsetzte, nachdem er selber per «Buebetrickli» einen Abpraller bei Gästekeeper Cerviño verursacht hatte, führten die Wetziker plötzlich 1:0. Es hätte wohl keiner von ihnen gedacht, dass das elfte Saisontor des EHCW-Topscorers bereits siegsichernd sein würde. Doch als genau das entpuppte sich der Treffer. Vor allem aber gab er den Wetzikern derart Auftrieb, dass sie in den Folgeminuten dem 2:0 mehrfach nahekamen – am nächsten Noah Siren, als sein Distanzschuss an die Latte prallte.

Zwar fing sich Franches-Montagnes wieder und hatte seine Chancen, aber Angst haben um den EHCW musste man in dieser Partie nie. Auch in ihrem einzigen Powerplay der Partie kurz vor Ende des zweiten Drittels wirkten die Gäste wenig zwingend. Und als ihr Trainer Gary Sheehan etwas mehr als eine Minute vor Schluss Torhüter Cerviño zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis beorderte, entstand zwar viel Hektik, aber nichts, was EHCW-Torhüter Meier aus der Ruhe gebracht hätte.

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