Das Ende einer Sauber-Ära: So bewegt waren die letzten 16 Jahre
Mit dem GP von Abu Dhabi endet am Sonntag für das Hinwiler Sauber-Team eine seit 2010 dauernde Ära als Privatteam. Ein Rückblick auf Krisen und Höhenflüge.
2010: Peter Sauber ist unvernünftig – und kauft sein Team zurück
Eigentlich glaubte Peter Sauber ja, dass seine Firma mit dem Verkauf an BMW 2005 langfristig gesichert sei. Dass sein Lebenswerk eine schöne Zukunft hätte. Und dass er das Team noch als Berater und Zuschauer begleiten könnte, aber nicht mehr die Verantwortung tragen müsste.
Doch dann steigt BMW nach nur vier Saisons wieder aus. Und Sauber wieder ein, mit 66 Jahren. Um das Unternehmen zu retten. Als «wirtschaftlich unvernünftig» bezeichnet er den Rückkauf stets. Und doch beendet er Anfang Dezember 2009 eine mehrmonatige Phase der Unsicherheit, in der das Mysterium «Qadbak» erst der Retter scheint, sich aber als Luftschloss entpuppt.
Peter Sauber verliert dabei ziemlich viel Geld – sein Team aber überlebt. Skurril dabei: Um auch wirklich als Nachfolgeteam von BMW zu gelten, tritt der Rennstall 2010 zwar noch mit den drei Buchstaben im Namen, aber mit Ferrari-Motoren im Heck an.

