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Hinwiler ohne Zähler

Diesmal sorgt Hülkenberg für frühen Frust

Schaden statt Punkte in Katar: Nico Hülkenberg fährt im zweitletzten Saisonrennen in den Top Ten mit – aber nur sechs Runden lang.

Nico Hülkenberg steigt aus seinem lädierten Boliden aus – für Sauber gab es in Katar nichts zu holen.

Foto: Keystone

Diesmal sorgt Hülkenberg für frühen Frust

Schaden statt Punkte in Katar: Sauber-Pilot Nico Hülkenberg fährt im zweitletzten Saisonrennen in den Top Ten mit – aber nur sechs Runden lang.

Innerlich jubelte er wohl bereits. Eigentlich dachte Nico Hülkenberg, er sei endlich an Pierre Gasly im Alpine vorbeigekommen zu Beginn der 7. Runde im GP von Katar. Auf den 9. Rang vorgestossen – mit einer weiteren Verbesserung im Visier.

Doch dann berührte er mit seinem rechten Hinterrad das Auto des Franzosen doch noch, zerstörte sich dabei den Reifen und drehte sich von der Strecke. «Unglaublich, ich habe ihm doch so viel Platz gelassen», funkte der Deutsche. Die Rennleitung taxierte den Zwischenfall als normalen Rennunfall und verzichtete auf eine Strafe für einen der beiden – einen Unterschied machte das aber für Hülkenberg ohnehin nicht. Während das Safety Car auf die Strecke fuhr stieg er aus seinem Boliden aus und dürfte sich gehörig geärgert haben. Die Ausgangslage war eigentlich so gut mit dem elften Startplatz – und noch besser nachdem er zu Beginn der zweiten Runde Charles Leclerc im Ferrari überholt hatte und damit in die Punkteränge vorgestossen war.

Im engen Mittelfeldkampf – im Qualifying machte eine Zehntelsekunde mehrere Ränge aus – hätte Hülkenberg für Sauber wichtige Punkte holen können. So aber gab es einen Nuller. Zumal für Gabriel Bortoleto vom 19. Startplatz aus – der Brasilianer war wegen seines Crashes in Las Vegas mit einer Strafversetzung von fünf Plätzen belegt worden – der 13. Schlussrang das Maximum darstellte.

Nun braucht Sauber einen Exploit

So musste Hülkenberg zuschauen, wie Fernando Alonso als 7. punktete und der von Aston Martin belegte 7. WM-Rang für Sauber nun mit 12 Punkten Rückstand ziemlich unerreichbar geworden ist. Um diesen Rückstand noch wettzumachen müsste das Sauber-Duo nächsten Sonntag in Abu Dhabi beispielsweise die Ränge 6 und 7 belegen. Oder 5 und 9. Alonso hatte notabene bereits am Samstag im Sprint als 7. zwei Punkte geholt, während die Hinwiler mit den Rängen 11 (Bortoleto) und 16 (Hülkenberg) chancenlos blieben.

Etwas grösser dürfte die Hoffnung sein, die fünf Zähler Rückstand auf Haas noch wettmachen und auf den 8. Rang vorstossen zu können. Doch auch dafür braucht Sauber mindestens einen 7. Rang – oder einen 8., sofern es beide Autos in die Punkte schaffen.

Und für Hülkenberg geht es auch in der Fahrer-WM noch um etwas. Weil Carlos Sainz in Katar aufs Podest fuhr, fiel der Sauber-Pilot aus den Top Ten. Zwei Punkte liegt er hinter dem Franzosen Isack Hadjar – den Racing-Bulls-Piloten hinter sich zu halten dürfte in Abu Dhabi eines seiner Ziele sein.

Verstappen nutzt McLarens Fehler

Rechenspiele gibt es auch an der Spitze der Fahrer-WM, in der die Spannung noch weiter gestiegen ist – und das dank dem Safety Car nach Hülkenbergs Unfall. Während die beiden McLaren-Piloten Oscar Piastri und Lando Norris auf der Strecke blieben (und damit für Verwunderung sorgten), wechselte Max Verstappen die Reifen an seinem Red Bull und legte damit den Grundstein zu seinem 7. Saisonsieg. 12 Punkte liegt der Titelverteidiger nun nur noch hinter WM-Leader Norris, der das Podest als Vierter verpasste. Piastri wurde Zweiter und ist als WM-Dritter mit 16 Zählern Rückstand ebenfalls noch nicht aus dem Spiel.

Am einfachsten ist die Rechnung für Norris: Fährt er in Abu Dhabi aufs Podest, ist er Weltmeister.

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