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Unerwarteter Punktgewinn

Das schaffte ausser Uster noch niemand

Der UHC Uster verliert zwar gegen NLA-Leader Wiler-Ersigen nach Verlängerung. Den Ustermern gelingt dabei allerdings eine Premiere.

Usters Torhüter Sebastian Kuhn war beim Punktgewinn gegen Wiler-Ersigen eine zentrale Figur.

Foto: Robert Pfiffner

Das schaffte ausser Uster noch niemand

Der UHC Uster verliert zwar gegen NLA-Leader Wiler-Ersigen nach Verlängerung. Den Ustermern gelingt dabei allerdings eine Premiere.

Der UHC Uster fügt dem SV Wiler-Ersigen den ersten Fleck auf dessen bislang blütenweisser Weste zu und nimmt den Bernern als erstes Team in dieser Saison einen Punkt ab. Im Nachgang zur 3:4-Niederlage nach Verlängerung müssen die Ustermer konstatieren, dass sie sogar als Sieger mit drei Punkten aus der wilden Partie hätten gehen können.

Die ersten Minuten der Partie spielten sich grossteils in der Ustermer Spielfeldhälfte ab, doch agierten die Gäste aus dem Emmentals im Abschluss zu harmlos und konnten Heimkeeper Sebastian Kuhn nicht wirklich in Verlegenheit bringen. Dann versuchte sich auch Uster in der Offensive, was in der 16. Minute den Führungstreffer für das Heimteam zur Folge hatte, als Wiler-Goalie Merlin Picariello bei Albert Koskinens Weitschuss trotz freier Sicht danebengriff. Gut eine Minute später hiess es sogar 2:0: Marcel Arnet spielte den Ball perfekt in den Lauf des jungen Förderkaderspielers Noel Hug, der dem Berner Goalie keine Chance liess und sein erstes NLA-Tor erzielte. Nicht unverdient war dann der Anschlusstreffer des Berner Topscorers Alexander Galante Carlström kurz vor der ersten Pause.

Im mittleren Spielabschnitt glich Ludwig Persson für Wiler erst aus, als er relativ zentral vor dem Ustermer Tor ungestört abschliessen konnte. In der Folge überstand Uster mit guter Stör- und Blockarbeit eine zweiminütige Unterzahl bei Spielmitte, bevor Timon Anderegg mit Usters 3:2-Führungstreffer für ein Highlight der Partie besorgt war: Er versenkte einen Freistoss direkt im Tor, nachdem er den vor der Mauer in Stellung gegangenen Teamkollegen Tis Fischer aus der Schusslinie beordert hatte.

Die Gäste reagierten schnell und heftig: Erst traf Carlström den Pfosten, dann stand Persson vor dem Ustermer Tor völlig frei und bezwang Kuhn im dritten Versuch. Das 3:3-Remis zur zweiten Pause war aus Ustermer Sicht unglücklich, weil die Gastgeber die Oberhand auf dem Platz gewonnen und den Leader zuweilen unter Druck gesetzt hatten.

Die Schlussminute hatte es in sich

Im Schlussdrittel überstand Uster erst eine heikle Startphase mit einem Boxplay – der Ex-Ustermer Claudio Schmid traf dabei einmal den Pfosten. Was dann folgte, war ein Chancenspektakel sondergleichen, das die 309 Zuschauer im Buchholz begeisterte. Wobei insbesondere die Ustermer Möglichkeiten verpassten, mit denen sie gleich mehrere Spiele hätten gewinnen können.

Die beste Gelegenheit war dabei nicht einmal der Lattenschuss von Captain Tobias Ledergerber (48.), sondern der verschossene Penalty von Usters Topskorer Daniels Janis Anis, der erstmals nach einer drei Spiele dauernden Verletzungspause wieder im Einsatz stand. Er scheiterte 61 Sekunden vor Schluss an Wiler-Goalie Picariello. Auf der anderen Seite parierte 40 Sekunden vor Schluss Kuhn im Ustermer Tor einen Abschluss von Bürki mirakulös.

In der Verlängerung boten sich erneut beiden Teams gute Chancen. Carlström schoss für Wiler übers Tor, Yves Klöti verzog für Uster. Der Siegtreffer von Wiler entstand dann etwas glückhaft: Nach einem von Klöti geblockten Schuss fiel der Ball direkt vor den Stock von Wiler-Captain Marco Louis, der dem Leader den Extrapunkt sicherte.

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