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Rückstand auf Konkurrenz verkürzt

Hülkenberg hält die Hoffnung auf ein Sauber-Happy-End am Leben

Las Vegas brachte dem Hinwiler Team Glück – aber nur für einen der beiden Fahrer.

Nico Hülkenberg lieferte ein solides Rennen ab und brachte Sauber zum vierten Mal in Folge in die Punkte.

Foto: Sauber Motorsport

Hülkenberg hält die Hoffnung auf ein Sauber-Happy-End am Leben

Las Vegas brachte dem Hinwiler Team Glück – aber nur für einen der beiden Fahrer.

Mit seinem siebten Rang und den sechs WM-Punkten hat Nico Hülkenberg im GP von Las Vegas den Rückstand von Sauber in der Konstrukteure-WM auf die vor den Hinwiler liegenden Teams verkürzt. Der deutsche Routinier fuhr ein solides Rennen vom 11. Startplatz aus, hielt sich schadlos und zögerte seinen einzigen Boxenstopp so lange heraus wie kein anderer Fahrer.

Nach dem Reifenwechsel kehrte er als 9. auf die Strecke zurück, knapp vier Sekunden vor dem Ferrari von Lewis Hamilton, den er in den verbleibenden 20 Runden in Schach hielt. «Kein schlechtes Rennen», funkte Hülkenberg nach der Zieldurchfahrt an die Box.

Spätes Geschenk

Was da noch niemand wusste: Es sollte für Hülkenberg gar noch zwei Plätze weiter nach vorne gehen. Vier Stunden nach dem Rennende wurden die beiden McLaren-Piloten Lando Norris und Oscar Piastri disqualifiziert, weil die Planke am Unterboden zu stark abgenutzt war.

Statt Rang 9 also Rang 7 für Hülkenberg, statt zwei Punkte sechs für Sauber. Zwei Stationen vor Schluss, an denen es mit zwei GP und einem Sprint noch drei Möglichkeiten gibt, Punkte zu holen, ist die Hoffnung auf ein Happy End für die Hinwiler wieder grösser geworden. Sie sind zwar noch immer WM-Neunte, und ohne die Disqualifikation der McLaren hätte der Rückstand auf die vor ihnen liegenden Teams sechs respektive acht Punkte betragen. Nun aber sind es noch vier respektive fünf Zähler.

Noch viel grösser würden die Chancen für Sauber, wenn es wieder einmal beide Piloten in die Punkteränge schaffen würden. Das gelang bisher in diesem Jahr nur ein einziges Mal – Ende Juni in Österreich. Da gab es für die Ränge 8 und 9 sechs Punkte.

Doch während Hülkenberg in Las Vegas ablieferte, erlebte Gabriel Bortoleto ein Wochenende zum Vergessen. Zum zweiten Mal in Serie sah er die Zielflagge nach einer Kollision mit Lance Stroll in der ersten Runde nicht. Und während der Brasilianer vor zwei Wochen in seinem Heimrennen vom Kanadier eher von der Strecke gedrängt wurde, lag die Schuld diesmal eindeutig bei ihm. Viel zu ungestüm und übermütig schoss er von Startplatz 18 aus in die erste Kurve, bremste deutlich zu spät und schoss Strolls Aston Martin ab. Bortoleto versuchte gar nicht erst, die Schuld von sich zu schieben. «Es war mein Fehler. Ich habe mich beim Bremspunkt um einige Meter verschätzt.»

Bortoleto schaffte es zwar an die Box zurück und fuhr nach einem Frontflügelwechsel nochmal auf die Strecke, doch dann musste er das Rennen aufgeben. Und von den Rennkommissären wurde er später für seine Aktion bestraft. Im nächsten Rennen wird er um fünf Startplätze zurückversetzt.

Norris hätte es in der Hand gehabt

Der grosse Sieger in Las Vegas hiess Max Verstappen – erst recht nach der Disqualifikation der beiden McLaren, die ursprünglich die Ränge 2 (Lando Norris) und 4 (Oscar Piastri) belegt hatten. Mit seinem sechsten Saisonsieg schloss der Titelverteidiger im Red Bull zu Piastri auf und liegt nun wie der Australier 24 Punkte hinter WM-Leader Norris zurück. Dieser hatte zuerst wie der grosse Profiteur ausgesehen, mit dem ursprünglichen Resultat hätte er sich bereits am nächsten Wochenende in Katar den Titel sichern können. Doch dann kam die dramatische Wende – und mit der McLaren-Disqualifikation ist die Spannung in die Fahrer-WM zurückgekehrt.

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