So dominant war der SC Uster an der Heim-SM
Die Kurzbahn-SM in Uster war eine Machtdemonstration des Heimklubs. Die wichtigsten Zahlen zum Event.
39 Medaillen
Der SC Uster ist der beste Schwimmclub der Schweiz – das bestätigte er an der Kurzbahn-SM im heimischen Hallenbad Buchholz von Freitag bis Sonntag. Mit insgesamt 39 Medaillen wurden die Ustermer auch der Prognose ihres Präsidenten Karel Novy gerecht, der im Vorfeld gesagt hatte: «Wir werden wahrscheinlich krass abräumen.»
Und tatsächlich steigerte sich der SCU im Vergleich zum Vorjahr noch einmal: 25 Medaillen waren es damals, vier mehr als Lausanne Aquatique. Und nun gewann der SCU fast doppelt so viele Auszeichnungen wie die Lausanner, die mit 20 Medaillen erneut den 2. Rang im Medaillenspiegel belegten. Drei dieser Lausanner Medaillen gehen übrigens aufs Konto von Schwimmern aus Fischenthal: Paul Niederberger holte die Crawl-Titel über 800 m und 1500 m, Julien Niederberger wurde Zweiter über 200 m Lagen.
Besonders eindrücklich: 20 Goldmedaillen sicherten sich die Ustermer – bei 40 Entscheidungen jubelte der SCU also jedes zweite Mal über einen Meistertitel. Und dazu trugen sowohl die Männer als auch die Frauen je zehn Goldmedaillen bei. Nur in sieben Entscheidungen stand weder eine Ustermerin noch ein Ustermer auf dem Podest.
Die meisten Einzel-Titel holte übrigens nicht Noè Ponti (4 Goldmedaillen), sondern Angelina Patt: Die 19-Jährige, die seit zwei Jahren für den SCU schwimmt, sicherte sich fünf Meistertitel. Die meisten Einzel-Medaillen gewann Gian-Luca Gartmann mit sechs (2 Gold, 4 Silber). Insgesamt holten elf SCU-Mitglieder Einzel-Medaillen – und vier Staffeln waren erfolgreich.

14 EM-Limiten
In Uster ging es auch um die Tickets für die Kurzbahn-EM. Die SCU-Athletinnen und -Athleten unterboten in 14 Fällen eine EM-Limite. Ponti blieb gleich über vier Distanzen unter der Limite, Gartmann über drei, Vanna Djakovic und Angelina Patt über zwei und Antonio Djakovic, Flavio Bucca sowie Marius Toscan über eine. Die Ustermer Delegation an der Anfang Dezember in der polnischen Stadt Lublin stattfindenden Kurzbahn-EM dürfte also stattlich gross werden. Und für Angelina Patt sind es gar die ersten Europameisterschaften bei der Elite.
6 Schweizer Rekorde
Sechs nationale Rekorde wurden in Uster verbessert – und zwei davon gleich doppelt: Angelina Patt schwamm am Freitag die 50 m Rücken in 27,04 Sekunden und unterbot am Sonntag diese Marke in der Lagenstaffel der Frauen bereits wieder. Bei 26,97 Sekunden steht der Schweizer Rekord nun. Ein ähnliches Kunststück gelang dem Fischenthaler Paul Niederberger: Am Samstag im Rennen über 1500 m Freistil verbesserte er mit seiner Durchgangszeit über 800 m die Bestmarke von Antonio Djakovic – und war am Sonntag im Rennen über 800 m Freistil noch einmal rund vier Sekunden schneller (7:49,61). Vanna Djakovic senkte über 1500 m Freistil den 17 Jahre alten Rekord von Swann Oberson auf 16:19,47 Minuten. Ebenfalls so schnell wie noch nie waren die beiden SCU-Männerstaffeln über 50 m Freistil (Leon Opatril, Ponti, Djakovic, Fabian Kempf) und 50 m Lagen (Bucca, Gartmann, Ponti, Djakovic).
Zwei weitere Rekorde gingen schliesslich an Athleten ohne Bezug zur Region: Roman Mityukov stellte eine Bestmarke über 200 m Rücken auf, Maël Allegrini eine über 50 m Brust.
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