So haben die Oberländer abgeschnitten
Wer liegt warum auf welchem Platz? Die Zwischenbilanz der Zweitligisten Gossau, Wald, Brüttisellen-Dietlikon und Greifensee zur Saisonhälfte.
Gossau (5.): Mit Christen kam die Wende
Wie vor jeder Halbsaison hatte Gossaus Trainer Andreas Häsler 20 Zähler als Ziel herausgegeben. Und bis vor wenigen Wochen deutete alles darauf hin, dass die Gossauer dieses verpassen würden. Sie hatten nach ansprechendem Start gleich viermal verloren und liessen dabei mitunter gar ihre traditionellen kämpferischen Tugenden vermissen. Doch plötzlich war alles anders. Der defensiv immer solider werdende FCG gewann vier Spiele hintereinander und blieb bis zum Ende der Vorrunde, die er mit einem 0:0 gegen Bassersdorf mit exakt 20 Punkten abschloss, ungeschlagen. Er habe sich die Abfolge der Ergebnisse zwar etwas anders vorgestellt, sagte Häsler. «Aber am Ende sind wir doch im Soll.»
Dass die Wende exakt mit der Rückkehr von Riley Christen zusammenfiel, ist kein Zufall. Der Topscorer, der an der Schulter verletzt gewesen war, schoss nicht nur sieben Tore; er versteht es mit seiner zupackenden Art auch, seine Kollegen mitzureissen, kann lange Bälle verarbeiten und seine Mitspieler in Szene setzen. Nach dem Umbruch im Sommer habe es aber einfach auch seine Zeit gebraucht, um festzustellen, welche Formation die erfolgversprechendste sei, sagt Häsler, der nicht weniger als 22 Akteure mindestens einmal von Anfang an auflaufen liess. Nun scheint er sie gefunden zu haben.

