Der bodenständige Knipser, der auch ein «Sauhund» sein kann
Ob mit rechts, links oder per Kopf: Riley Christen ist ein Goalgetter wie aus dem Bilderbuch. Fast 30 Tore erzielte er letzte Saison. Vom FC Gossau weglocken liess sich der Oberländer trotzdem nicht.
Es fuchst ihn, diese Marke so knapp verpasst zu haben. Riley Christen hat keine Mühe, das zuzugeben. Und findet dennoch: «28 Tore sind auch völlig okay.» Mehr als okay, keine Frage.
Häufiger als der Stürmer des FC Gossau traf letzte Saison kein anderer Spieler eines Zweitligisten aus der Region Zürich. Und das sind – Achtung Zufall – 28 Teams. Man müsste annehmen, dass der Torjäger mit Anfragen überschüttet worden ist. Und fragt sich, was ihn von einem Wechsel abhielt.
Letzteres ist im Prinzip sehr simpel. Und fast schon kitschig, wie er sich dazu äussert. Christen sagt: «Ich liebe es, in Gossau zu spielen.» Es ist ein Satz, bei dem es den FCG-Verantwortlichen warm ums Herz werden dürfte.
Was Christen dazu bringt, sich so auszudrücken? In erster Linie der enge Teamzusammenhalt. «Wir sind alles Kollegen, die neben dem Fussball gemeinsam Dinge machen», streicht der Spieler aus dem Grüt heraus. Und sagt, der dörfliche Charakter des Vereins passe zu ihm. «Niemand erhält hier etwas, jeder macht es aus purer Freude am Sport.»

