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EHCD im Hoch

Wie Dübendorf 53 Minuten lang führte, aber doch noch zitterte

Der EHCD feiert in Thun den dritten Sieg in Serie – auch dank einem jungen Torhüter.

Der EHCD hat derzeit viel Grund zum Jubeln – in Thun gewann er zum fünften Mal in den letzten sechs Spielen. (Archiv)

Foto: Christian Merz

Wie Dübendorf 53 Minuten lang führte, aber doch noch zitterte

Der EHCD feiert in Thun den dritten Sieg in Serie – auch dank einem jungen Torhüter.

Mitte September hatte der EHC Dübendorf im Heimspiel gegen Thun nach einem 0:3-Rückstand noch die Verlängerung erreicht, am Ende aber verloren. Am Samstag in Thun wendeten die Dübendorfer in der Schlussphase eine Verlängerung gegen sechs vehement anstürmende Thuner noch ab.

Die Berner Oberländer schossen aus allen Lagen, nachdem sie ihren Torhüter vom Feld beordert hatten. Doch EHCD-Goalie Yann Tauss und seine Vorderleute entschärften auch diese heikle Situation. «Es war eine gute Teamleistung, und am Ende hatte ich sehr guten Support in der Defensive», sagte Tauss. Der eben erst 21 Jahre alt gewordene Torhüter kam auf diese Saison hin vom Ambri-Nachwuchs zum EHCD, der 3:2-Erfolg in Thun war für ihn der vierte Sieg beim fünften Einsatz.

Die Dübendorfer gewannen zum dritten Mal in Serie und zum fünften Mal in den letzten sechs Spielen. Sie bleiben erster Verfolger von Leader Seewen – mit bereits sieben Zählern Rückstand allerdings.

Verteidiger sorgten für frühe Führung

Gut 53 Minuten lang lag das Team von Trainer Reto Stirnimann in Thun in Front. Der EHCD erwischte den optimalen Start in die Partie, setzte sich früh im gegnerischen Drittel fest und ging nach nur 85 Sekunden in Führung – dank zwei Verteidigern: Niklas Wegmüller, eine Leihgabe aus dem Lions-Nachwuchs, verwertete im Slot einen Pass von Routinier und Topskorer Fabian Ganz. Und der EHCD hätte durchaus schon früher höher führen können. Wenig später scheiterte erst Nico Kammermann, der den Thunern bei einem Konter entwischt war, und dann auch Mitja Kallen, der mit einem Ablenker für Gefahr sorgte.

Der Thuner Ausgleich nach gut zehn Minuten wirkte zu diesem Zeitpunkt wie ein Dübendorfer Betriebsunfall. Er fiel nach einem schnellen Konter, als ein Dübendorfer den Puck in der Vorwärtsbewegung verloren hatte. Auftrieb gab das den Gastgebern aber kaum, denn wenig später musste ein Thuner gleich für vier Minuten auf die Strafbank.

Ein untypisches Powerplay-Tor

Der EHCD zeigte erst ein gefälliges Powerplay, kassierte dann fast einen Shorthander nach einem Konter – und ging 17 Sekunden vor Ablauf der Strafe doch wieder in Führung. Nicht mit einem typischen Powerplay-Treffer, sondern nach einem Energieanfall von Oliver Steiner, der nach einem Sololauf nicht lange fackelte (16.).

Und als in der 25. Minute Jari Allevi das zweite EHCD-Powerplay zum 3:1 nutzte (diesmal nach einer Kombination über Dominik Hardmeier und Lars Spillmann), lagen die Dübendorfer definitiv auf Siegeskurs. Der EHCD hatte mehr von der Partie und den Gegner im Griff. Bis er seine erste Strafe kassierte, die Thun nach Startschwierigkeiten zum 2:3-Anschlusstreffer nützte. Sie gab den Gastgebern sichtlich Auftrieb, und der EHCD beanspruchte auch Glück, dass er kurz vor der zweiten Pause bei einer 2-gegen-1-Situation nicht den Ausgleich kassierte.

Im Schlussdrittel war dann Thun am Drücker, während die Dübendorfer nur noch selten mit Entlastungsangriffen und Kontern ins gegnerische Drittel vorstiessen. Mit Ausnahme eines frühen Powerplays entstand dabei aber kaum Torgefahr. Doch auch die energisch wirkenden Thuner waren zu wenig zwingend. Bis auf wenige Ausnahmen, die Tauss entschärfte.


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