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Kaltblütigkeit fehlt

Fünf schwache Minuten brechen Laupen das Genick

An Chancen mangelte es den NLA-Frauen des UHC Laupen in Burgdorf nicht. Und trotzdem geht die Niederlagenserie der Oberländerinnen weiter.

Laupen-Verteidigerin Chantal Engler (rechts) gehörte zu den Aktivposten und schoss ihr erstes NLA-Tor – doch die Laupnerinnen verloren in Burgdorf trotzdem. (Archiv)

Foto: Robert Pfiffner

Fünf schwache Minuten brechen Laupen das Genick

An Chancen mangelte es den NLA-Frauen des UHC Laupen in Burgdorf nicht. Und trotzdem geht die Niederlagenserie der Oberländerinnen weiter.

Für den UHC Laupen gab es bei den Wizards Bern Burgdorf nichts zu holen. Während sich die Bernerinnen mit dem Sieg den Sprung an die Tabellenspitze der NLA sicherten, war das 4:8 für Laupen die vierte Niederlage in Serie in der Meisterschaft. Einzig im Cup feierten sie im Oktober ein Erfolgserlebnis mit dem Viertelfinaleinzug am Sonntag vor einer Woche. In der NLA liegen sie hingegen nur auf dem 6. Rang, wobei die Lücke zwischen den Oberländerinnen und dem Tabellenfünften Kloten-Dietlikon schon sechs Zähler beträgt.

Chancenlos waren die Laupnerinnen in Burgdorf aber beileibe nicht, obschon sie aufgrund von Ausfällen mit umformierten Linien spielten. «Das war nicht schlecht und gab frischen Wind», fand Stürmerin Andrea Wildermuth, die aber auch von einer verdienten Niederlage sprach: «Sie liessen den Ball laufen und waren physisch parat. Wir auch – aber wir nutzten unsere Chancen nicht.»

Das Unheil kam im Mitteldrittel

Symptomatisch dafür steht bereits das erste Drittel der Partie, in dem Laupen nach 77 Sekunden in Rückstand geriet. Danach beklagten die Oberländerinnen einen verschossenen Penalty von Fiona Stemmler, einen Pfostenschuss von Ann Zurbuchen – und gegen Ende des Drittels nutzten sie das einzige Powerplay der Partie nicht. Für Zählbares sorgte lediglich Chantal Engler, die in der 13. Minute ausglich. Es war das erste NLA-Tor für die Laupen-Verteidigerin. Sie sprach hinterher von «fünf schwachen Minuten im Mitteldrittel». In der Startphase des zweiten Abschnitts handelten sich die Laupnerinnen bis zur 24. Minute nämlich zwei Gegentreffer innert 62 Sekunden ein – und damit jenen Rückstand, dem sie für den Rest der Partie hinterherrannten.

Dass Engler am Ende zur besten Laupnerin gewählt wurde, lag an ihrer Kämpfermentalität. An mangelndem Kampfgeist lag die Niederlage für die Oberländerinnen indes nicht. Sie fingen sich nach der Schwächephase wieder, und Annina Stoll verkürzte in der 31. Minute auf 2:3. Doch bis Drittelsende kassierten sie zwei weitere Gegentreffer und fanden danach den Anschluss nicht mehr, obschon es ihnen an guten Chancen nicht mangelte. «Wir müssen kaltblütiger werden und unsere Angriffe mit mehr Überzeugung abschliessen», urteilte Engler.


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