Dübendorf setzt sich mühelos durch
Mit fünf Toren im Startdrittel biegt der EHC Dübendorf gegen die Pikes Oberthurgau früh auf die Siegstrasse ein. Am Schluss feiert er einen völlig ungefährdeten 7:3-Erfolg.
MHL-Aufsteiger Pikes Oberthurgau war am Mittwochabend kein Gradmesser für den EHC Dübendorf. Die Mannschaft von Trainer Reto Stirnimann bezwang die noch punktlosen Thurgauer in der 5. Runde diskussionslos 7:3. Entschieden war die Partie bereits zur ersten Pause. Zu diesem Zeitpunkt führten die Glattaler 5:0.
Die Dübendorfer waren vom ersten Puckeinwurf an die läuferisch und spielerisch bessere Mannschaft. Sie liessen es zunächst aber etwas gemächlich angehen. Bis zum Führungstor hatten sie sogar weniger gefährliche Aktionen als die Gäste, die auf gut gezählte zwei Chancen kamen. Das erste Powerplay der Glattaler erwies sich dann als Dosenöffner.
Der torgefährliche Verteidiger Fabian Ganz traf in der 10. Minute mit einem Handgelenkschuss zum 1:0. Ab diesem Zeitpunkt war es um die Thurgauer geschehen. Innert rund neun Minuten schraubten die Glattaler das Skore leichtfüssig auf 5:0. Sie nützten dabei erst einen Fehler in der Angriffs-Auslösung der Pikes kaltblütig aus, danach schlugen sie nach einem Abpraller von Gästegoalie Noah Paixao, einem ehemaligen EHCD-Torhüter, erneut zu und trafen zum 3:0.
Die Gäste als Statisten
Wie wenig der Gegner dem EHCD entgegen zu setzen hatte, zeigte sich sinnbildlich im zweiten Überzahlspiel das Abends. In diesem spielten sich die fünf Dübendorfer die Scheibe wie im Training zu. Die Thurgauer waren im ganzen Schauspiel nicht mehr als Statisten. Nach einer wunderbar anzusehenden Kombination traf Jari Allevi zum 4:0. Der Stürmer hatte ein paar Minuten zuvor bereits das 3:0 erzielt.
Spätestens jetzt war die Luft draussen, der Sieger klar. Man konnte sich allenfalls noch fragen, wie früh die Glattaler den Fuss vom Gaspedal nehmen würden. Und wie häufig sich Christoph Harder, der ab dem zweiten Drittel das Tor anstelle von Paixao hütete, bezwingen lassen musste.
Die Antworte zur zweiten Frage folgte schnell: Lediglich 118 Sekunden blieb Harder ohne Gegentor. Dann gelang Allevi mit dem 6:0 sein drittes persönliches Tor der Begegnung. Nach dem sechsten EHCD-Tor folgte nur noch ein weiteres – durch Lukas Schläppi zum 7:1 in der 37. Minute. Dübendorf-Verteidiger Samuele Pozzorini fand hinterher: «Wir waren die klar bessere Mannschaft.» Und lobte die Einstellung des Gegners: «Sie haben bis zuletzt gekämpft.»
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