Er schreibt seit 1978 über den EHCW – und hat noch immer nicht genug
Martin Weber steigt in seine 48. Saison als Berichterstatter des EHC Wetzikon. Ans Aufhören hat er in all den Jahren nur einmal gedacht. Und der 72-Jährige weiss genau, bis wann er weitermachen will.
Es hört sich bisweilen dramatisch an. Und ist beste Unterhaltung. Weil Martin Weber in seinen fast 50 Jahren als Berichterstatter des EHC Wetzikon nicht nur viel erlebt hat, sondern auch ein begnadeter Erzähler ist.
Er war Anfang der 1980er Jahre in der NLB ebenso dabei wie beim Fall in die 3. Liga. Weber erlebte die finanziellen Turbulenzen und freute sich über Triumphe – zuletzt 2024 über den EHCW-Aufstieg in die höchste Amateurliga MHL.
Das sind viele Emotionen, unzählige Episoden. Jede davon erzählt Weber nicht nur mit Worten, sondern mit beiden Armen, ja dem ganzen Körper. Jede Zahl, jedes Detail haut er mit einer Präzision raus, als habe sich das alles gestern zugetragen.
«Der wollte mich erwürgen», hat er gleich zu Beginn eine wilde Geschichte über die Reaktion eines Spielers bereit, dessen Leistung er vor fast vier Jahrzehnten im «Zürcher Oberländer» harsch kritisierte. Und beginnt sie zu erzählen, bevor er überhaupt im Restaurant des Eisstadions Platz genommen hat.

