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Wald bleibt sich treu

Der Aufsteiger rennt weiter mit vollem Karacho nach vorn

Der FC Wald will sich fast ohne externe Neuzugänge in der 2. Liga etablieren. Dabei soll der Teamgeist helfen – und ein Rückkehrer mit viel Erfahrung.

Spass und Offensivdrang – das wollen die Walder auch in der 2. Liga behalten.

Foto: Robert Pfiffner

Der Aufsteiger rennt weiter mit vollem Karacho nach vorn

Der FC Wald will sich fast ohne externe Neuzugänge in der 2. Liga etablieren. Dabei soll der Teamgeist helfen – und ein Rückkehrer mit viel Erfahrung.

Das sind die Lehren aus der letzten Saison

Neun Punkte Vorsprung auf den Rest der Konkurrenz, drei erzielte Tore im Schnitt pro Spiel – das sind eindrückliche Werte, mit denen der FC Wald die Rückkehr in die 2. Liga nach 25 Jahren bewerkstelligt hat. Die Walder zogen ihr Ding durch, nur eine kleine Baisse mussten sie kurz nach der Winterpause überstehen, als sie die einzigen beiden Niederlagen der Saison kassierten. Ins Zittern geriet der FCW aber nie.

Trainer Boris Juric sagt deshalb: «Wir können ganz viel Positives mitnehmen.» An den Gemeinschaftssinn denkt er, daran, dass jeder im Training mitzieht. «Alle ziehen am gleichen Strang und sind überzeugt von der Idee, wie wir spielen.» Hoch stehen, das Offensivspiel pflegen – an dieser Spielidee will Juric auch in der 2. Liga nichts ändern. Mut und Ehrgeiz sind Worte, die er in diesem Zusammenhang gerne braucht. Für ihn ist klar: «Fussball ist doch eigentlich viel einfacher, als manche meinen.»

Der Spass soll im Vordergrund stehen – und die Offensive zu suchen, macht nun einmal mehr Spass, als den sprichwörtlichen Bus im eigenen Strafraum zu parkieren. «Für das hätte ich auch nicht die Spieler», sagt Juric lachend.

Das hat sich im Kader getan

Wald wäre nicht Wald, wenn im Kader nicht wenig passieren würde. Egal, in welcher Liga. Kontinuität ist das Erfolgsrezept an der Laupenstrasse, und darauf setzt der FCW weiterhin. Was auffällt: Von den Neuzugängen hat einzig Torhüter Ledjon Zeneli aus Hinwil keine Walder Vergangenheit.

Was ebenso auffällt: Mit Daniel Meier haben die Walder ganz viel davon geholt, was ihnen noch fehlt: Zweitliga-Erfahrung. Der 36-jährige Bruder von Flügelstürmer Sandro Meier kehrt nach sieben Jahren beim FC Gossau zu seinem Stammklub zurück. Als Zaungast war er immer wieder an der Laupenstrasse, weiss deshalb, wie der FCW funktioniert – und wie die Liga funktioniert. Auf Meiers Informationen stützt sich Juric, wenn es um die Gegner geht. «Er hat gegen alle x-mal gespielt. Das hilft sehr.» Und als Routinier strahle er auf und neben dem Platz Ruhe aus und vermittle dem Team: «Seid nicht nervös, ihr seid gut genug.»

Die Transfers des FC Wald

Abgänge: Bachir Thiam (Rücktritt), Marco Schoch (Senioren), Valentyn Zhugan (Wald 2), Dyma Ivanov (Wald 2).

Zuzüge: Ledjon Zeneli (Hinwil), Daniel Meier (Gossau), Leonardo Rodrigues da Costa (Rapperswil-Jona), Leonardo Szega, Silvan Stühlinger (beide eigener Nachwuchs).

So soll die neue Saison für Wald werden

Zwei eklatante Vorteile haben die Walder. Sie sind in dieser Konstellation schon seit mehreren Jahren eingespielt und müssen sich nicht erst finden. Und als Aufsteiger könnten sie von ihren Gegnern unterschätzt werden – und den einen oder anderen mit ihrer offensiven Gangart überraschen.

«Mit vollem Karacho nach vorn – es gibt keinen Grund, sich zu verstecken», lautet die Herangehensweise von Juric deshalb. Im Bewusstsein, dass der FCW sein Lehrgeld in der Liga wird bezahlen müssen. «Klar erwarte ich nicht, dass es für uns einfach wird. Aber es wird auch für unsere Gegner nicht einfach, uns zu schlagen. Wir sind kein Kanonenfutter. Ich bin der Meinung, dass wir alle schlagen können. So viel Selbstvertrauen habe ich», sagt der Trainer.

Und Juric erhofft sich mehr als nur den Ligaerhalt, den sich das Team auf die Fahne geschrieben hat. «Oben zu bleiben, ist das Minimum. Mein Wunsch wären 39 Punkte.» Also ein Sieg in jedem zweiten Spiel. Das ist eine deutliche Ansage – und Juric findet, sein Team müsse vor allem effizienter werden, um dieses Ziel zu erreichen. «Wir werden nicht mehr pro Match zehn Hundertprozentige haben. Wir müssen unsere Chancen nutzen und den Sack zumachen, wenn wir die Möglichkeit haben.» Und vielleicht auch einmal etwas tiefer stehen, wenn es in einer Schlussphase einen Vorsprung zu verwalten gilt.

Zumindest die Offensivmaschinerie der Walder scheint für den Saisonstart gut geölt. In den letzten beiden Testspielen und im Cup erzielten sie gegen drei Drittligisten insgesamt 22 Tore. Und der letztjährige Topscorer Alexander Jetzer schoss gleich sechs der acht Treffer im Cup-Spiel gegen den Sporting Club Schaffhausen.

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