Uster setzt auf mehr Charakterköpfe
Im FC Uster ist man sich bewusst geworden: Fussball muss nicht nur schön anzusehen sein. Nun will der FCU in einer neuen Interregio-Gruppe an die Spitze.
Das sind die Lehren aus der letzten Saison
Eigentlich strebt der FC Uster nach der Spitze. Oder zumindest danach, möglichst lange oben mitzuhalten. Doch dann drohte er zeitweise gar in den Abstiegskampf zu geraten. Am Ende wurde der FCU Neunter, und Philipp Bünter, der Leiter Aktive, sagt: «Wenn ich unser Potenzial anschaue, dann sind wir unter den Erwartungen geblieben. Aber wir standen am Ende zu Recht dort, wo wir waren.» Das mag zwar auch mit Verletzungspech zu tun haben, wie Bünter sagt. Aber nicht nur das. Vor allem eine zentrale Erkenntnis formuliert er: «Immer nur schön Fussball zu spielen, reicht am Ende nicht.»
Als Vorwurf an Trainer Etienne Scholz ist das nicht zu verstehen. «Er entwickelt sich als Trainer weiter, lernt Jahr für Jahr dazu und hat auch einen anderen Fussball versucht reinzubringen.» Wobei das Wörtchen «auch» hier wichtig ist. Denn sich neu erfinden will der FCU nicht. «Spielsystem und -philosophie werden sich nicht ändern», sagt Bünter denn auch. «Es geht darum, mehr Wert auf die Situationen ohne Ball zu legen – und mit dem Ball manchmal auch etwas effizienter zu sein.»

