Effretikons Frauen zeigen viel Herz
Die Erstliga-Frauen des FC Effretikon starten mit einer Niederlage in die Meisterschaft. Der erste Auftritt des Aufsteigers gibt aber durchaus Zuversicht.
Trotz Niederlage ein gelungener Einstand: Bei ihrer Premiere in der 1. Liga mussten die Frauen des FC Effretikon zwar ohne Punkte die Heimreise aus Sempach antreten, dennoch überzeugte der Aufsteiger beim knappen 0:1 mit einer starken Leistung.
«Das war kämpferisch ein Riesenmatch von meinen Spielerinnen. Ich bin sehr zufrieden», sagte FCE-Trainer Patrik Meier.
Die Luzernerinnen – in der letzten Erstliga-Saison starke Viertplatzierte – hatten über die gesamte Zeit zwar mehr Spielanteile und führten auch die technisch etwas feinere Klinge. Trotzdem hielt der FCE jederzeit gut mit. Ein Punktgewinn wäre dabei durchaus möglich gewesen.
Ein Remis wäre möglich gewesen
Die beste Gelegenheit zu einem Torerfolg hatte die sonst so treffsichere Natascha Frieden, die aber eine mustergültige Flanke von Andrea Spörri nicht verwerten konnte. Und so holte Sempach dennoch den erwarteten Dreier. Tanja Schmid brachte die Gastgeberinnen kurz nach der Pause – und letztlich entscheidend – in Führung.
Die Ausgangslage für die Effretikerinnen war bereits im Vorfeld alles andere als vielversprechend. Die Spielansetzung auf den Samstagabend zwang Coach Meier zudem, weitere schmerzhafte Absenzen in Kauf zu nehmen.
Ohne ein Training abgeliefert
Dafür gab die nach dem Aufstieg aus privaten Gründen zurückgetretene Ladina Poltronieri ein temporäres Comeback im Trikot des FCE. «Ohne nur ein Training hat sie 70 Minuten gespielt. Ladina ist ein grosses Vorbild», sagte Meier. Ein Sonderlob holte sich ausserdem Torfrau Shannon Bärtschi von ihm ab. «Sie hat zwei, drei Bälle gewaltig herausgefischt», befand der 60-Jährige.
Es ist ein erster Effretiker Auftritt, der durchaus Mumm für die nächsten Wochen geben kann.
Allerdings werden die Aufgaben auch nicht einfacher. Toggenburg, der erste Erstliga-Gegner auf dem Eselriet, startete mit einem 5:0-Erfolg überzeugend in die Saison. Und auch im anschliessenden Cup-Spiel gegen die NLB-Frauen des FC Winterthur dürfen keine Geschenke erwartet werden.
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