Die Serie von Sauber wird immer unheimlicher – Bortoleto so gut wie nie
Erneuter McLaren-Doppelerfolg
Sauber-Pilot Gabriel Bortoleto zeigt in seinem ersten Formel-1-Jahr beim GP von Ungarn erneut ein überzeugendes Rennen. Den Sieg holte sich Lando Norris.
Der Höhenflug von Sauber geht weiter. Beim Grand Prix von Ungarn schaffte Gabriel Bortoleto mit Rang 6 ein persönliches Bestergebnis. Der Rennstall aus Hinwil punktete damit bereits zum sechsten Mal in Serie. Mit den jüngsten acht Zählern hat Sauber nun bereits jetzt 51 Punkte auf dem Konto.
Bortoleto zeigte schon ein starkes Qualifying – und konnte so beispielsweise von Platz 7 aus vor Weltmeister Max Verstappen starten. Im Rennen wartete der junge Brasilianer lange mit dem Reifenwechsel – und wurde am Ende für seine Taktik belohnt.
Der 20-Jährige lieferte somit nach den Rängen 8 und 9 in den Grands Prix von Österreich und Belgien ein weiteres Mal ein zählbares Ergebnis für die Oberländer ab. Entsprechend zufrieden sagte er nach dem Rennen in Budapest: «Das ist ein grosser Meilenstein für das Team und mich.»
Hülkenberg mit Start-Fauxpas
Weniger gut lief es Bortoletos Teamkollege Nico Hülkenberg. Der von der Position 18 losgefahrene Deutsche musste sich mit Platz 13 bescheiden.
Ihm unterlief dabei schon vor dem Rennbeginn ein Fauxpas, da sein Bolide vor den Startlichtern losrollte. Hülkenberg bekam deshalb eine 5-Sekunden-Strafe aufgebrummt. Der 37-Jährige fuhr zwar zwischenzeitlich an der zehnten Stelle – wegen der Strafe wurde es aber trotzdem nichts mit dem erhofften Rang in den Top Ten. «Es lässt sich nicht leugnen, dass das Ergebnis enttäuschend ist. Vor allem, wenn man bedenkt, wie stark sich das Auto im Training angefühlt hatte», sagte Hülkenberg.
Das beste Ergebnis eines Sauber-Piloten am Hungaroring gelang übrigens einem Landsmann von Hülkenberg. Nick Heidfeld war es, der vor mittlerweile 18 Jahren sogar als Dritter aufs Podest fuhr.
Norris mit Geduld zum Erfolg
Auf diesem fanden sich dieses Mal zwei McLaren-Fahrer wieder. Lando Norris siegte vor Oscar Piastri. Im Qualifying hatte das Duo noch unerwartet Charles Leclerc den Vortritt überlassen müssen.
Im letzten Rennen vor der vierwöchigen Wettkampfpause nutzten Norris und Piastri das derzeit überlegene Auto in der Formel 1 zu einem neuerlichen Doppelerfolg, dem vierten am Stück und dem siebten in dieser Saison insgesamt.
Mit dem Herrichten der gegenwärtigen Hierarchie mussten sich Norris und Piastri allerdings für einmal gedulden. Der Engländer, der im Gegensatz zu seinen direkten Konkurrenten fürs Reifenwechseln nur einen Boxenstopp einlegte, stiess erst an die Spitze vor, als bereits mehr als die Hälfte der Distanz zurückgelegt war.
In der WM-Wertung verkürzte Norris als erster Verfolger des führenden Piastri seinen Rückstand um 7 auf 9 Punkte.
Leclerc schafft es nicht aufs Podest
Leclerc verpasste nicht nur den erhofften ersten Saisonsieg für die Scuderia Ferrari, sondern auch einen Podestplatz. In der Schlussphase musste der Monegasse auch noch Norris’ Landsmann George Russell im Mercedes passieren lassen.
Lewis Hamilton im anderen roten Auto erreichte das Ziel mit einer Runde Rückstand auf Platz 12. Nicht viel besser erging es Weltmeister Max Verstappen. Der Niederländer im Red Bull belegte Rang 9.
WM-Stand (14/24 plus Sprints in Schanghai, Miami und Francorchamps). Fahrer: 1. Piastri 284. 2. Norris 275. 3. Verstappen 187. 4. Russell 172. 5. Leclerc 151. 6. Hamilton 109. 7. Antonelli 64. 8. Albon 54. 9. Hülkenberg 37. 10. Ocon 27. 11. Alonso 26. 12. Stroll 26. 13. Hadjar 22. 14. Gasly 20. 15. Lawson 20. 16. Sainz 16. 17. Bortoleto 14. 18. Tsunoda 10. 19. Bearman 8.