Ponti legt nach – nochmals Silber für Schwimmer des SC Uster
Nächste WM-Medaille
Der Traum vom ersten Weltmeister-Titel auf der Langbahn geht an der WM in Singapur zwar nicht in Erfüllung. Aber Noè Ponti vom Schwimmclub Uster holt über 100 m Delfin erneut Silber.
Noè Ponti gewinnt bei der WM in Singapur seine zweite Medaille. Der 24-Jährige vom Schwimmclub Uster (SCU) schlug über 100 Meter Delfin in 49,83 Sekunden an, was zu Silber und einem Schweizer Rekord reichte.
Gold ging in 49,62 Sekunden an Maxime Grousset. Der Franzose hatte ihn bereits am Montag über 50 Meter Delfin Gold weggeschnappt. Bronze sicherte sich Ilya Kharun aus Kanada, der in 50,07 Sekunden anschlug.
Im Halbfinal am schnellsten
Ponti zeigte im Halbfinal, dass er für diesen Titel eigentlich reif ist. Er schwamm in 50,18 Sekunden die schnellste Zeit. Dabei blieb der Schweizer Ausnahmeschwimmer nur 2 Hundertstel über seinem seinem Rekord aus dem Jahr 2024, den er nun knackte.
Dass es nicht zu Gold reichte, hat Ponti bereits kurz nach dem Einsatz verkraftet. «Ich bin sehr glücklich. Ich habe zwei Silbermedaillen gewonnen, zwei Schweizer Rekorde aufgestellt und bin erstmals eine 49er-Zeit geschwommen.»

Trotz Rekord zwei Zehntel hinter Grousset
Tatsächlich war für Ponti im Final wohl gar nicht mehr möglich. Er kam besser an die Wände ran als in Vorlauf und Halbfinal. Auch die Wende schien ihm runder zu gelingen.
Ponti steigerte sich von 50,68 (Vorlauf) über 50,18 (Halbfinal) als erster Schweizer unter die 50-Sekunden-Marke. Dennoch fehlten am Ende mehr als zwei Zehntel auf Grousset, der in dieser Woche einen unwiderstehlichen Eindruck machte.
Bereits am Montag durfte Ponti jubeln. Der Ausnahmeschwimmer des SCU gewann über 50 Meter Delfin Silber. Es war seine erste WM-Medaille im Langbecken.
Auf der Kurzbahn über 25 m sieht das anders aus. Da hat er schon alles: Weltrekord, WM-Titel, EM-Gold. An Olympischen Spielen, in denen im Langbecken geschwommen wird, gewann der Tessiner 2020 in Tokio Bronze.