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Hinwiler punkten zum fünften Mal in Folge

Diesmal ging bei Sauber nicht alles auf – und doch gab es Punkte

Gabriel Bortoleto führte im GP von Belgien als Neunter die positive Sauber-Serie weiter. Der Brasilianer überzeugte – und holte sich auch das Lob seines Teamkollegen ab.

Zeigte in Belgien einen gelungenen Auftritt: Gabriel Bortoleto im Sauber.

Foto: Sauber Motorsport

Diesmal ging bei Sauber nicht alles auf – und doch gab es Punkte

Gabriel Bortoleto führte im GP von Belgien als Neunter die positive Sauber-Serie weiter. Der Brasilianer überzeugte – und holte sich auch das Lob seines Teamkollegen ab.

Die positive Sauber-Serie geht weiter. Auch in Belgien gab es Punkte für das Hinwiler Formel-1-Team. Gabriel Bortoleto holte als Neunter zwei Zähler – Nico Hülkenberg ging als Zwölfter diesmal leer aus.

Fünfmal in Serie in den WM-Punkten – das gelang letztmals Valtteri Bottas in der Saison 2022, als der Hinwiler Rennstall unter dem Namen Alfa Romeo an den Start ging. Das Sauber-Team schreibt also weiterhin positive Schlagzeilen und hält den 6. Rang in der Konstrukteure-WM.

Und das, obwohl diesmal nicht alles perfekt lief. Denn zeitweise sah es so aus, als gäbe es wieder für beide Sauber-Piloten einen Top-Ten-Rang. 20 Runden lang fuhren Bortoleto und Hülkenberg auf den Rängen 9 und 10. Doch dann, nach 32 von 44 Runden, steuerte Hülkenberg zum zweiten Mal die Box an – er war zu diesem Zeitpunkt zwar langsamer als Teamkollege Bortoleto, lag aber noch immer rund fünf Sekunden vor Pierre Gasly im Alpine.

Am Funk zeigte sich Hülkenberg unsicher, ob er diese Lücke würde halten können und befürchtete, eine leichte Beute der Autos hinter ihm zu werden. «Wenn wir jetzt stoppen müssen wir fünf Autos überholen, um wieder auf diese Position zu kommen», sagte sein Renningenieur Steven Petrik.

Das Team entschied sich deshalb für einen Stopp – und der hätte sich beinahe ausbezahlt. Doch Hülkenbergs Aufholjagd endete auf Rang 12. Am Ende fehlte ihm keine Sekunde auf den 10. Rang – Pierre Gasly im Alpin und Oliver Bearman im Haas standen ihm vor der Sonne. Zwei Runden mehr, und die Strategie hätte sich womöglich ausbezahlt.

Bortoleto verdiente sich Lob

Hülkenberg war der bestklassierte Pilot mit einer Zwei-Stopp-Strategie. Alle Piloten vor ihm steuerten die Box nur einmal an, um bei genügend abgetrockneter Strecke auf Trockenreifen zu wechseln. Der Deutsche aber kam mit dem Auto weniger gut zurecht als sein Teamkollege.

«Mein erster Reifensatz im Trockenen hat deshalb nicht gut gehalten.» Und deshalb liess er Bortoleto auch kampflos passieren, als er nach dem ersten Stopp Neunter war, aber nicht am vor ihm liegenden Liam Lawson im Racing Bulls dran bleiben konnte. «Gabi war schneller heute», zollte er seinem Teamkollegen nach dem Rennen Tribut.

Bortoleto erhielt nicht nur von Hülkenberg lobende Worte, sondern am Funk gleich nach der Zieldurchfahrt auch von Teamchef Jonathan Wheatley. «Gabi, ein fantastisches Wochenende mit einem grossartigen Resultat. Du kannst stolz sein auf dich.»

Der Brasilianer, der in seiner ersten Formel-1-Saison steht, kommt immer besser zurecht. Er überzeugte nicht nur im Rennen, sondern auch im Qualifying, das für Sauber allgemein sehr positiv verlief. Erstmals in dieser Saison überstanden beide Sauber den ersten Cut und stiessen unter die Top 15 vor, Bortoleto schaffte es gar in den dritten Teil und holte sich Startplatz 10, während Hülkenberg von Platz 14 losfuhr.

Im Sprintrennen, wo es für die besten acht Piloten WM-Punkte gibt, ging Sauber leer aus. Bortoleto, auch hier von Platz 10 aus gestartet, verpasste einen Zähler als Neunter um drei Sekunden. Hülkenberg wurde 18. – er war vom 17. Startplatz aus in den Sprint gegangen und somit von Beginn weg chancenlos.

McLaren dominiert weiter

An der Spitze machten die beiden McLaren-Piloten den Sieg unter sich aus. WM-Leader Oscar Piastri überholte den von der Pole Position gestarteten Lando Norris bei erster Gelegenheit und liess danach nichts mehr anbrennen. Dritter wurde Charles Leclerc im Ferrari. Der Monegasse hielt Weltmeister Max Verstappen im Red Bull in Schach. Der Niederländer hatte das Sprintrennen vor Piastri und Norris für sich entschieden.

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