Wie Hülkenberg für das nächste Sauber-Highlight sorgte
Zum zweiten Mal in Folge punktet das Hinwiler Sauber-Team. Der achte Rang von Nico Hülkenberg in Kanada unterstreicht den Aufwärtstrend.
«Das fühlt sich gut an. So mag ich es! Machen wird weiter so.» Es ist lange her, seit ein Sauber-Pilot regelmässig solche Worte nach der Zieldurchfahrt an die Box funkte. Nico Hülkenberg tat das nun schon zum zweiten mal in Folge in dieser Saison. Vor zwei Wochen in Barcelona jubelte er als Fünfter, nun in Kanada tat er dasselbe als Achter. Erstmals seit ziemlich genau zwei Jahren punktete das Hinwiler Sauber-Team in zwei Rennen in Folge (damals notabene ebenso in Spanien und Kanada). Und bewies damit auch: Das Update, das seit dem GP von Spanien am Auto ist, funktioniert. Und es tut das nicht nur auf einer Strecke.
So sicher war Hülkenberg diesbezüglich im Vorfeld nicht gewesen – «es könnte hier ganz anders sein, es ist eine ganz andere Strecke», hatte der Deutsche am Donnerstag noch gesagt. Doch dann verlief schon das Qualifying recht erfreulich für ihn, das er als 13. beendete. Wegen Strafversetzungen anderer Piloten rückte er auf den 11. Startplatz vor – eine Ausgangslage, die Punkte realistisch machte.
Kühlen Kopf bewahrt in der hitzigen ersten Runde
Und dann dauerte es nur eine halbe Runde, bis Hülkenberg tatsächlich auf Punktekurs lag. Als sich Alexander Albon im Williams und Franco Colapinto im Alpine gegenseitig in die Quere kamen, war Hülkenberg in Kurve 9 der lachende Dritte – und fortan Neunter. «Die beiden haben gut für mich gearbeitet. Man kriegt die Plätze nicht immer so einfach», sagte der Deutsche danach lachend. Wobei er es auch verstand, in der hitzigen Phase nach dem Start die richtige Mischung zwischen Aggressivität und Zurückhaltung zu finden.

