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Showdown auf dem Barzloo

Jetzt muss der FC Wald den Aufstieg schaffen

Vorentscheidung statt Zusammenschluss an der Spitze der Drittliga-Gruppe 6. So sieht es nach dem 4:2-Auswärtssieg des FC Wald in Pfäffikon aus.

Walds Ramon Marcon (rechts), hier gegen FCP-Captain Ismaila Ceesay, traf zur zwischenzeitlichen 2:0-Führung.

Foto: Robert Pfiffner

Jetzt muss der FC Wald den Aufstieg schaffen

Showdown auf dem Barzloo

Vorentscheidung statt Zusammenschluss an der Spitze der Drittliga-Gruppe 6 – so sieht es nach dem 4:2-Auswärtssieg des FC Wald in Pfäffikon aus.

Der Spitzenkampf: Ein Spiel mit ganz viel Spektakel

Die Ausgangslage in der Gruppe 6 war klar. Pfäffikon würde bei einem Mehrspiel mit einem Sieg über Wald die Spitze übernehmen – und hätte dank der tieferen Anzahl an Strafpunkten die besseren Karten in der Hand. Für den FCP sprach ausserdem die bessere Rückrundenbilanz (7 Siege, 1 Remis) im Vergleich zum Leader (5 Siege, 2 Niederlagen). Und dann ist da noch Pfäffikons Kurt Kobel, der als Trainer schon dreimal in die 2. Liga aufgestiegen ist – mit Männedorf (2015/2017) und Meilen (2021).

Nur: Der FCW legte im Direktduell schon früh durch Jlir Ibrahimi per Foulpenalty vor (17.) und konnte sogar kurz nach der Pause nachdoppeln. Ramon Marcon traf zum 2:0. Eine Vorentscheidung? Mitnichten. Silvan Lang gelang postwendend das Anschlusstor. Und Luca Bürge brachte die Gastgeber in der 66. Minute mit dem Ausgleich endgültig zurück. Trotzdem ging Pfäffikon am Ende leer aus. Dies, nachdem Stefan Juric und Alexander Jetzer nochmals – und dieses Mal entscheidend – zum 4:2 vorgelegt hatten.

Die Auffälligkeiten: Viele Fans auf dem Barzloo

Sportplatz Barzloo, Pfäffikon gegen Wald
Trotz Regen besuchten ganz viele Zuschauerinnen und Zuschauer den Spitzenkampf in Pfäffikon.

Rund 500 Zuschauerinnen und Zuschauer besuchten das Drittliga-Spiel auf dem Sportplatz Barzloo. «Das war ein mega cooles Erlebnis», sagt Pfäffikons Captain Ismaila Ceesay. Und für ihn ist auch klar: «Wir haben den Fans einiges geboten.» Dem pflichtet Wald-Trainer Boris Juric bei: «Das war beste Werbung für den Oberländer Drittliga-Fussball.» Der Schiedsrichter verteilte insgesamt neun gelbe Karten. Trotzdem sprachen die Beteiligten der beiden Klubs von einer zwar hart umkämpften, aber fairen Partie. Viel mehr entscheidenden Einfluss hatten sowieso die vier Gegentore, die der FCP einstecken musste. So viele wie noch nie in dieser Meisterschaft. 19 Treffer sind es nun – es ist noch immer der beste Wert der Gruppe 6.

Die Stimmen: Abgerechnet wird am Schluss

Sportplatz Barzloo, Pfäffikon gegen Wald
Gleich viermal erfolgreich: Die Walder Spieler freuen sich über einen Torerfolg.

Von einer Vorentscheidung will Wald-Trainer Boris Juric natürlich nicht sprechen. Seine Ansage ist dennoch unmissverständlich: «Jetzt wollen wir die nötigen Punkte holen und den Sack zumachen.» Unentwegt kämpferisch äussert sich auch FCP-Verteidiger Ismaila Ceesay. Selbst wenn sein Team nun auf mindestens zwei Walder Ausrutscher hoffen muss. «Wir wollen einfach die letzten drei Partien gewinnen. Und dann wird abgerechnet», sagt er. Für Ceesay ist auch klar: «Wir waren nicht die schlechtere Mannschaft. Unserem jungen Team hat in den entscheidenden Momenten einfach etwas die Cleverness gefehlt.» Sein Gegenüber Juric meint derweil: «Nach dem Ausgleich zum 2:2 sind den Pfäffikern irgendwie die Körner ausgegangen.»

Die Aufstiegskandidaten: Ihre Vergangenheit in der 2. Liga

Der FC Pfäffikon spielte zuletzt von 2013 bis 2015 in der 2. Liga. Hinterher klassierte er sich mehrfach in den Top 3. Besonders bitter: In der abgebrochenen Corona-Saison 2019/2020 überwinterte der FCP an der Spitze. Deutlich länger her ist das letzte Zweitliga-Intermezzo des FC Wald. Seit 2002 spielt er schon in der 3. Liga oder sogar noch tiefer.

Das Restprogramm: Wald hat alle Trümpfe in der Hand

Ist mit dem Walder Auswärtssieg die Entscheidung gefallen? Mit grösster Wahrscheinlichkeit. Am kommenden Sonntag kann der FCW gegen den designierten Absteiger Egg nachlegen. Und den Vorsprung bei ausbleibenden drei Partien, da Pfäffikon spielfrei ist, auf komfortable sechs Punkte ausbauen. Hinterher warten zwar mit Männedorf und Rüti noch zwei Knacknüsse, aber auch das Schlusslicht Fehraltorf. Derweil darf sich Pfäffikon – das pikanterweise ebenso noch auf Egg, Männedorf und Fehraltorf trifft – keinen Patzer mehr leisten.

Es müsste also mit dem Teufel zu und her gehen, wenn der Aufsteiger aus der Gruppe 6 nicht aus Wald oder Pfäffikon kommt. Ganz leise rechnerische Chancen hat nur noch Männedorf. Letztmalig ein Aufsteiger aus der Region kam 2019 – mit dem FC Wetzikon.

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