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Volleyballerin aus Volketswil

Nun greift sie für die «Black Ladies» an

Sindi Mico ist auf der Überholspur. Nach nur einem Jahr bei Serienmeister Neuchâtel macht die 21-Jährige den Schritt ins Ausland.

Viel Grund zur Freude: Sindi Mico gewann mit Neuchâtel die Meisterschaften und beide Cup-Pokale.

Foto: Damien Sengstag

Nun greift sie für die «Black Ladies» an

Volleyballerin aus Volketswil

Sindi Mico ist auf der Überholspur. Nach nur einem Jahr bei Serienmeister Neuchâtel macht die 21-Jährige den Schritt ins Ausland.

Sie trägt derzeit ein ungewöhnliches Tenü. Sindi Mico befindet sich seit wenigen Tagen in der Spitzensport-Rekrutenschule von Magglingen. Ihr erster Eindruck ist gut. Sie sagt: «Ich lerne ganz viele Leute aus anderen Sportarten kennen.» Vor allem findet die Volketswilerin ideale Trainingsmöglichkeiten im sogenannten Kompetenzzentrum Sport der Armee vor.

Insgesamt 70 Athletinnen und Athleten bestreiten die bis Ende August dauernde Ausbildung. Darunter sind auch erstmals zwei Volleyballer und eine Volleyballerin – also Sindi Mico.

Die Zeit im Militär ist für die 21-Jährige eine Übergangsphase nach einer erfolgreichen Saison mit Dauermeister Neuchâtel Université. Der Schweizer Vorzeigeklub hat national einmal mehr sämtliche Pokale abgeräumt – ihren Anteil daran hat auch Mico.

Nur eine Zwischenstation

Das war nicht selbstverständlich. Erstmals überhaupt spielte sie nach ihrem Abgang bei der Volleyball Academy abseits ihres vertrauten Umfelds im Raum Zürich. Und vor allem: Mico musste sich in einem Ensemble mit internationalem Format bewähren.

Die Volketswilerin Sindi Mico im Trikot von Neuchâtel.
Sindi Mico war bei Neuchâtel keine Stammspielerin – kam aber trotzdem regelmässig zum Einsatz.

Ihre anfängliche Nervosität legte sie aber schnell ab. «Ich hatte in jedem Spiel meine Einsätze – und kam in wichtigen Momenten zum Zug», zieht die Aussenspielerin zufrieden Bilanz. Laut eigenen Angaben hatte sie auch eine neue Offerte vom Verein. Konkret wurden die Verhandlungen aber nicht. Selbst wenn Mico betont: «Es war eine coole Erfahrung. Und ich werde Neuchâtel vermissen.»

Und doch: So überraschend kommt ihr Abgang nicht. Von Beginn weg hatte sie Neuchâtel nur als Zwischenstation auf ihrem Weg gesehen.

So früh wie nur möglich

Mico zieht weiter. Der Grund ist schlicht: «Ich wollte so früh wie möglich ins Ausland.» Dieses Vorhaben setzt sie nun mit dem Transfer zu den Ladies in Black Aachen um. Diese beendeten die Saisonqualifikation auf Platz 8 und scheiterten anschliessend in den Playoff-Viertelfinals am späteren Meister Schwerin. «Die Bundesliga ist besser als die NLA», sagt Mico zu ihrem Entscheid.

Bei ihrem neuen Verein ist die Vorfreude gross. «Sindi Mico greift an», titelt dieser bei ihrer Vorstellung. Cheftrainerin und Kaderplanerin Mareike Hindriksen sagt: «Mit ihr kommt eine physisch starke, ehrgeizige Spielerin mit wuchtigen Angriffsschlägen zu uns.»

Nicht die erste Schweizerin

Die Aachnerinnen haben bereits einmal positive Erfahrungen mit einer Volleyballspielerin aus der Schweiz gemacht. Die Baselbieterin Maja Storck spielte bis 2020 zwei Saisons bei den «Black Ladies» – und empfahl sich dort für höhere Aufgaben. Klar ist: Mico will in Aachen eine ähnliche Entwicklung durchlaufen wie ihre Nationalteamkollegin – sie sagt: «Maja hat mir viel Positives über den Verein erzählt.»

Heute ist Storck bei einem Verein in der italienischen Superliga unter Vertrag. Sie spielt also genau dort, wo Mico bis zum Umzug nach Volketswil ihre ersten Lebensjahre verbrachte. Und sie auch früh mit dem Volleyball-Sport in Berührung kam.

In ihre Heimat Italien will es natürlich auch Mico als Volleyballerin schaffen. «Dafür muss ich aber erst das nötige Niveau erreichen. Und mich in der Bundesliga zeigen», sagt sie.

Die Basis dafür legt sie vorerst in der RS in Magglingen. Dazu ist die 1,87 Meter grosse Angreiferin bis Mitte Juni mit dem Schweizer Nationalteam in der European Silver League im Einsatz. Ihr Ziel da: der Aufstieg in die höchste Liga. «Das muss unser Anspruch sein», sagt Mico. Auch hier legt sie also die Messlatte hoch.

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