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Uster jubelt tief in der Nachspielzeit

Der FC Uster hat im Kampf um den Klassenerhalt in der 2. Liga interregional einen wichtigen Sieg errungen. Dank eines späten Treffers gewann er gegen Arbon 2:1.

Es geht ja doch noch: Uster (Finn Knecht), hier im Derby gegen Dübendorf mit Albi Pupovci. (Archiv)

Foto: Robert Pfiffner

Uster jubelt tief in der Nachspielzeit

Negativtrend gestoppt

Der FC Uster hat im Kampf um den Klassenerhalt in der 2. Liga interregional einen wichtigen Sieg errungen. Dank einem späten Treffer gewann er gegen Arbon 2:1.

Daniel Hess

Das war nichts für schwache Nerven. Im Wissen, dass ihm in diesem «Sechs-Punkte-Spiel» gegen Arbon nur ein Sieg würde weiterhelfen können, drückte der FC Uster unbeirrt auf den zweiten Treffer. In Überzahl spielend, belagerte er das Tor der Thurgauer förmlich.

Doch die Ustermer, denen in der Schlussphase gleich zweimal ein möglicher Penalty verweigert wurde, vergaben sämtliche Chancen. Und als Luhpaty Mendes nach einem Pfostenschuss von Captain Patrick Schlatter einmal erfolgreich war, stand er im Abseits.

Doch tief in der Nachspielzeit hatte der FCU-Angreifer eine letzte Gelegenheit – und er nutzte sie. Diesmal zählte das Tor, Uster siegte 2:1, und es brachen auf dem Buchholz alle Dämme.

«Ein geiles Spiel und ein hochgradig verdienter Sieg», sagte Trainer Etienne Scholz, auch Minuten nach dem Schlusspfiff noch leicht euphorisiert.

Wieder der «alte» FCU

Besonders gefallen hatte Usters Coach, dass seine Schützlinge bis zuletzt die Geduld bewahrten und an den Erfolg glaubten – obwohl ihnen die Überzeugung vor dem Tor auch dieses Mal wieder weitgehend abging. Auch den Matchplan hätten sie wie gewünscht umgesetzt. Gemäss diesem war wieder der «alte» FCU zu sehen, der durchgehend presste und auf viel Ballbesitz aus war.

Früchte trug die daraus entstehende Überlegenheit aufgrund der notorischen Ladehemmungen vorerst aber nicht. Im Gegenteil: Nach einer halben Stunde lag Uster gar im Hintertreffen, nachdem die Gäste bei einem ihrer wenigen Vorstösse einen Foulpenalty zugesprochen bekommen und diesen auch verwertet hatten.

Uster bewegt den Gegner

Nach der Pause legten die Ustermer noch einmal einen Zacken zu. Mit variablem Spiel und grosser Agilität gaben sie dem taktisch eher limitierten Gegner die «Möglichkeit, falsch zu laufen», wie es Scholz formuliert.

Prompt kam Uster nach einer Stunde zum Ausgleich, als Finn Knecht einen Freistoss erst in die Mauer schoss, nur um dann den zweiten Versuch umso sehenswerter im Tor unterzubringen.

Kurz darauf wurden die Gäste durch eine gelb-rote Karte dezimiert, sodass der zweite Treffer für Uster nur noch eine Frage der Zeit schien. Mit dieser Erfolgsaussicht vor Augen liessen die Ustermer zunächst allerdings Übersicht und Präzision vermissen.

Erst eine Viertelstunde vor Ende besannen sie sich wieder auf ihre Qualitäten und brachten die Thurgauer Mal für Mal in Verlegenheit. Diese wehrten sich zwar mit Händen und Füssen – doch am Ende überstanden sie die ebenso spannende wie hektische Schlussphase nicht schadlos.

Uster - Arbon 2:1 (0:1). – 31. Bärlocher 0:1. 60. Knecht 1:1. 93. Mendes 2:1.

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