Wie Brüttisellen in Gossau die Effizienz wieder fand
So lief es den Zweitligisten
Der FC Brüttisellen-Dietlikon bestraft die Fehler Gossaus gnadenlos – Greifensee siegt, ohne gut zu spielen.
Vielleicht war es die Ankündigung ihres Trainers Zahir Idrizi gewesen, wieder selber in die Hosen zu steigen, welche die Brüttiseller Angreifer gegen Gossau zu Höchstleistungen trieb. Jedenfalls zeigten Denis Dzepo und João Pereira, dass sie die Unterschiedsspieler sein können, wie sich ihr Coach von ihnen wünscht. Ersterer erwies sich als besonders treffsicher und steuerte zum 4:2-Erfolg seiner Mannschaft in Gossau gleich drei Tore bei. «Wenn die immer so spielen, kann ich mein Comeback definitiv verschieben», kommentierte Idrizi begeistert.
Überhaupt war der FCB-Trainer von der Leistung seiner Schützlinge angetan wie noch selten. «Man hat von Anfang gesehen, dass wir hungrig waren und unbedingt gewinnen wollten», sagte Idrizi. Neben seinen Angreifern hatte er auch Abwehrchef Marvin Meckes, der «alles abräumte», sowie die geschlossene Mannschaftsleistung als entscheidende Faktoren ausgemacht. Verblüffend war aber insbesondere die Effizienz, die der schwach in die Rückrunde gestartete FCB endlich wieder einmal zeigte. Mehr als vier Chancen hatte er nämlich bis in die Schlussphase nicht – und er nutzte sie allesamt.
Gossau zu fehlerhaft
So sehr sich Idrizi über den Sieg «gegen die stetig provozierenden Gossauer» freute, so sehr ärgerte sich selbstredend auf der anderen Seite Andreas Häsler, der ebenfalls einige «Nettigkeiten» für das gegnerische Team übrig hatte. «Heute waren wir einfach zu dumm», sagte der FCG-Trainer.
Seine Mannschaft habe in der Defensive viel zu viele Fehler begangen. Beim ersten (Kopfball-)Tor von Dzepo stimmte die Zuteilung nicht. Vor dessen zweitem Treffer, der kurz nach dem Ausgleich durch den Gossauer Topscorer Riley Christen fiel, rutschte ein Verteidiger weg. Und sowohl vor dem Tor zum 1:3 von Pereira als auch vor dem letztlich entscheidenden vierten Gegentreffer vermochten die Gossauer einen Ball nur ungenügend zu klären.
Nachdem Christen noch einmal verkürzt hatte, habe er zwar noch einmal Hoffnung geschöpft, zumal sein Team da nach dem Platzverweis gegen Brüttisellens Roman Senn bereits in Überzahl agieren konnte, sagte Häsler. «Aber dann waren wir plötzlich wie tot, und nichts ging mehr.»
Greifensee siegt, ohne gut zu spielen
Der FC Greifensee wird in diesem Jahr wohl definitiv für einmal nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Nach dem 2:0-Erfolg gegen Embrach beträgt sein Vorsprung auf den Strich nämlich bereits 11 Punkte. Gegen den Aufsteiger war der FCG zwar nicht allzu oft am Ball und leistete sich reichlich Fehlzuspiele. In Führung ging er kurz vor der Pause dank einem Treffer von Luca Mercurio dennoch.
Danach hatten die Greifenseer einige heikle Momente zu überstehen; Goalie Paulo Da Costa musste gar einen Penalty parieren. Wenige Minuten vor Schluss jedoch gelang Colin Bleuler nach einem Konter gegen die immer offener stehenden Gäste das siegsichernde zweite Tor. «Wenn du gewinnst, ohne gut zu spielen, ist das ein gutes Zeichen», resümierte Assistenztrainer Simon Schaich.
Gossau - Brüttisellen-Dietlikon 2:4 (1:2). – Tore: 22. Dzepo 0:1. 33. Christen 1:1. 39. Dzepo 1:2. 51. Pereira 1:3. 57. Christen 2:3. 72. Dzepo 2:4.
Greifensee - Embrach 2:0 (1:0). – 40. Mercurio 1:0. 86. Bleuler 2:0.