So will er mit dem Motorsport Geld verdienen
Gockhauser Rennfahrer vor dem Saisonstart
Julien Apothéloz aus Gockhausen hat auf diese Saison hin wieder die Fahrzeugklasse gewechselt. Für ihn geht es darum, das beste Schaufenster zu finden.
Nach 22 Runden und zwei Drehern hat er genug. «Das war nun ungefähr eine Renndistanz», sagt Julien Apothéloz, als er das Lenkrad loslässt. Es ist nicht jenes des Mercedes-AMG GT4, mit dem er dieses Wochenende zum Saisonauftakt der ADAC GT4 Germany am Start steht. Sondern jenes des Simulators, auf dem er sich ans Auto und an die Strecke in Oschersleben herantastete. Da darf auch mal der eine oder andere Dreher oder Umweg sein.
Wie ein Umweg oder gar ein Rückschritt mutet auf den ersten Blick sein Wechsel in die GT4-Meisterschaft an. Dort war er bereits 2020 einmal am Start. Zwei Jahre später verliess er den GT-Sport, der mit seriennahen Autos betrieben wird, und fuhr im Prototype Cup Germany einen LMP3-Rennwagen – ein Auto also, das ausschliesslich für den Rennsport konzipiert wurde.
«Die Rennserie hat sich nicht wie erwartet entwickelt», sagt Apothéloz nun. Die Felder bleiben überschaubar klein. «Das ist weder für Fahrer noch für Sponsoren attraktiv.» Die GT4 Germany hingegen wird anders vermarktet, sie findet im Rahmenprogramm der DTM statt und gilt als Vorstufe dazu – wie die Formel 2 zur Formel 1.
