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Spott statt Punkte für Sauber

Der Hinwiler Rennstall bleibt im fünften Saisonrennen chancenlos – und erhält einen Seitenhieb von einem Konkurrenten.

Für Nico Hülkenberg lag in Saudi-Arabien nicht mehr als der 15. Rang drin.

Foto: Keystone

Spott statt Punkte für Sauber

Hinwiler Nuller in Saudi-Arabien

Der Hinwiler Rennstall bleibt im fünften Saisonrennen chancenlos – und kassiert einen Seitenhieb von einem Konkurrenten.

Im fünften Saisonrennen gab es für das Hinwiler Sauber-Team den vierter Nuller in Serie. In Saudi-Arabien, wo Oscar Piastri im McLaren gewann und die WM-Führung übernahm, wurde Nico Hülkenberg 15. und Gabriel Bortoleto 18. und Letzter.

Die beiden Sauber-Piloten fuhren ein unauffälliges Rennen mit einem limitierten Auto, das von der Konkurrenz eher belächelt als gefürchtet wird.

Dazu eine kleine Episode: Am Samstag stellte Lance Stroll im Aston Martin einen jener Rekorde auf, die eigentlich keiner haben will: Der Kanadier blieb bereits zum 75. Mal in seiner Karriere im ersten Teil des Qualifyings hängen, womit er nun alleiniger Rekordträger ist vor Kevin Magnussen (74).

Natürlich wurde Stroll auf diese «Bestmarke» angesprochen – und wurde einen kleinen Seitenhieb los. «Setzt die McLaren-Piloten zehn Jahre lang in einen Sauber und sie werden den Rekord brechen», sagte er.

Nebenbei bemerkt: Lance Strolls Vater Lawrence Stroll wollte 2014 das Sauber-Team kaufen. Weshalb daraus nichts wurde, ist nicht bekannt. Vier Jahre später stieg er bei Force India ein, investierte Geld in den damals maroden Rennstall, der nun Aston Martin heisst und unlängst mit Adrian Newey den erfolgreichsten Auto-Designer aller Zeiten unter Vertrag nahm.

Am Ende blieb nur der Konjunktiv

Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen, muss man aus Hinwiler Sicht also sagen. Der ehemalige Sauber-Pilot Marcus Ericsson belegt übrigens in dieser Rangliste den dritten Rang – er blieb 71 Mal im ersten Teil der Qualifikation hängen. Das System mit der dreiteiligen Qualifikation, in der nach den ersten beiden Abschnitten je die fünf langsamsten Piloten ausscheiden, gibt es notabene seit 2006.

Unter den ersten fünf eliminierten Piloten waren in Saudi-Arabien auch Nico Hülkenberg (Startplatz 18) und sein Sauber-Teamkollege Gabriel Bortoleto (20). Beide Piloten machten auf ihren entscheidenden Runden bereits in Kurve 1 zeitraubende Fehler – und übten sich danach im Konjunktiv: «Das Potenzial für den zweiten Teil hätten wir gehabt», sagt Hülkenberg. Fakt ist: Erst zweimal schaffte es ein Sauber in den bisherigen fünf Saisonrennen über das erste Qualifying hinaus.

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