Sie setzt zum grossen Wurf an
Ustermer Judoka
Gioia Vetterli ist nach dem Rücktritt von Fabienne Kocher die beste Judoka des JC Uster. Nach mehreren guten Platzierungen kämpft sie zum zweiten Mal an einer Europameisterschaft.
Sie spricht vom «letzten Feinschliff». Gioia Vetterli bereitet sich in diesen Tagen in einem Trainingscamp im ungarischen Tata mit den stärksten Schweizer Judokas für die EM von Ende April vor. Für die 26-Jährige vom Judoclub Uster wird es nach 2023 die zweite Europameisterschaft in der Elite sein. Vetterli fühlt sich bereit.
Mit gutem Grund. Die Resultate in diesem Jahr sind vielversprechend. Da ist beispielsweise der Sieg am European Open von Ljubljana (SVN) in ihrer Gewichtsklasse bis 70 Kilogramm. Oder aber der fünfte Platz am Grand Prix Austria, wo nicht viel zu Bronze fehlte. Es ist auch so ihr bis anhin bestes Resultat auf dieser Wettbewerbsstufe.
Zuletzt kämpfte sie am Grand Slam von Tiflis (GEO) sogar auf höchster Turnierebene und forderte Sanne van Dijke in den Sechzehntelfinals einiges ab. Das Duell gegen die niederländische Weltnummer 6 zeigte auch: Vetterli hat mittlerweile das Zeug, mit den Besten mitzuhalten. Sie sagt: «Ich spüre gerade in jüngster Zeit stetig kleine Fortschritte.»

