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Nur ein Oberländer Team erwischte keinen Fehlstart

Dem Zweitliga-Trio aus der Region gelang der Auftakt nach der Winterpause nur bedingt. Nur ein Klub siegte – und auch er tat sich schwer.

Greifensees Maurin Frehner wird von einem Bassersdorfer von den Beinen geholt.

Foto: Christian Merz

Nur ein Oberländer Team erwischte keinen Fehlstart

Zweitliga-Rückrundenstart

Dem Zweitliga-Trio aus der Region gelang der Auftakt nach der Winterpause nur bedingt. Nur ein Klub siegte – und auch er tat sich schwer.

Daniel Hess

Vier Monate lang hatte der FC Greifensee Zeit gehabt, um in der ersten Rückrundenpartie gegen Bassersdorf die bestmögliche Figur abzugeben. Die Vorbereitung war problemlos verlaufen, die Trainingspräsenz gut und das Trainingslager in Südspanien ein Erfolg gewesen.

Aber als es draufankam, waren die Greifenseer nicht parat. Im Wissen darum, dass dem kämpferischen Element entscheidende Bedeutung zukommen dürfte, hätten sie sich vorgenommen, aggressiver zu sein als der Gegner, sagte Assistenztrainer Simon Schaich nach der diskussionslosen 0:2-Niederlage. «Dass dann genau das Gegenteil eintrifft, ist schon enttäuschend.»

Siegeswille nicht erkennbar

Tatsächlich waren die in der Tabelle deutlich hinter Greifensee liegenden Gäste von Beginn weg präsenter. Sie waren agiler, aktiver und bissiger als der FCG, bei dem man laut Schaich lange Zeit «nichts davon merkte, dass wir das Spiel gewinnen wollen».

Prompt ging Bassersdorf früh in Führung, nachdem der für den gesperrten Patrick Ley ins Zentrum gerückte Marco Preghenella ein Laufduell verloren hatte. Nicht nur in dieser Szene war die Absenz des gesperrten Abwehrchefs spürbar. «Es ist halt von der Organisation einfach schwierig ohne ihn», so Schaich. Auch die Abwesenheit einiger Offensivspieler vermochten die Greifenseer nicht im erhofften Masse zu kompensieren.

Mit Ausnahme einer kurzen Phase unmittelbar nach der Pause, in der sie endlich etwas forscher auftraten, versprühten sie jedenfalls kaum je Gefahr. In der letzten halben Stunde war der FCG im Angriff gar so harmlos, dass nach dem zweiten Gegentor, das nach einem Corner fiel, an eine Aufholjagd nicht zu denken war.

Brüttisellen scheitert an sich selbst

Einen Fehlstart erlebte auch der FC Brüttisellen-Dietlikon. Der Aufsteiger, der nach einer lange Zeit guten Hinrunde zuletzt zweimal verloren hatte, musste in seinem ersten Spiel nach der Winterpause einen weiteren Rückschlag verkraften. In Wiesendangen sündigte er vor allem im Abschluss und unterlag 1:2.
Dabei hatten die Brüttiseller gut in die Partie gefunden und gingen dank Topscorer João Pereira folgerichtig in Führung.

Danach liessen sie aber deutlich nach und hatten Glück, dass das Heimteam einen Penalty nicht zum Ausgleich nutzte. Dieser fiel kurz vor der Pause nach einer Unaufmerksamkeit der Brüttiseller dann aber doch. In der zweiten Hälfte zeigte der FCB zwar eine heftige Reaktion und erarbeitete sich mehrere teils hochkarätige Chancen. Die Gäste scheiterten aber ausnahmslos am bestens aufgelegten Wiesendanger Goalie oder an sich selbst. Und am Schluss liefen sie auch noch in einen Konter und blieben in einer Partie, die sie laut ihrem Trainer Zahir Idrizi «never, never» hätten verlieren dürfen, abermals ohne Punkte.

Gossau gelingt die Wende

Genau umgekehrt lief es aus Sicht des FC Gossau in Thayngen. Beim neuen Tabellenletzten, der gemäss FCG-Trainer aber «definitiv viel stärker» sei als in der Hinrunde, taten sich die Gossauer lange schwer, bevor sie dank zwei späten Treffern doch noch 3:1 gewannen.

Nachdem die Oberländer durch einen fulminanten Schuss aus 30 Metern Entfernung früh ins Hintertreffen geraten waren, blieben sie eine Reaktion zwar nicht schuldig und hätten mindestens zwei Tore schiessen müssen. Sie scheiterten aber ebenso wie das Heimteam, das nach der Pause seine Führung hätte ausbauen können. Ansonsten aber war Gossau in der zweiten Hälfte das bessere Team und kam nach einer guten Stunde durch Jari Fankhauser zum Ausgleich. In der Folge suchten die Gossauer den Sieg mit mehr Vehemenz als der Gegner und wurden dafür belohnt, als Fabio De Nunzio nach einer Ecke erfolgreich war. Topscorer Riley Christen machte in der Schlussminute dann noch den Deckel drauf.

Greifensee - Bassersdorf 0:2 (0:1). – Tore: 12. Bachmann 0:1. 78. Bachmann 0:2.

Wiesendangen - Brüttisellen-Dietlikon 2:1 (1:1). – Tore: 23. Pereira 0:1. 44. Meili 1:1. 87. Toma 2:1.

Thayngen - Gossau 1:3 (1:0). – Tore: 10. Braun 1:0. 63. Fankhauser 1:1. 86. De Nunzio 1:2. 91. Christen 1:3.

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