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Im Trockenen kommt Sauber auf die Welt

Die Lernkurve für den Rennstall aus Hinwil stieg in China erst steil an. Doch dann folgte die Ernüchterung.

Zeigen sich da schon Sorgenfalten? Nico Hülkenberg diskutiert in der Sauber-Box mit Renningenieur Steven Petrik.

Foto: Sauber Motorsport

Im Trockenen kommt Sauber auf die Welt

Hinwiler in China chancenlos

Die Lernkurve für den Rennstall aus Hinwil stieg in China erst steil an. Doch dann folgte die Ernüchterung.

Auf die Überraschung vor einer Woche in Australien mit dem 7. Rang von Nico Hülkenberg im Regen folgte für das Sauber-Team nun in China die Ernüchterung – und zwar gleich doppelt. Weder im Sprint vom Samstag noch im GP vom Sonntag war der Hinwiler Rennstall auf trockener Strecke in der Nähe von WM-Punkten. «Wir haben die Höhen und Tiefen dieses Sports in den ersten beiden Rennen miteinander erlebt», funkte Nico Hülkenbergs Renningenieur Steven Petrik, nachdem der Deutsche über die Ziellinie gefahren war. Und Hülkenberg sagte später im TV-Interview: «An einem Wochenende der Hero, am nächsten Zero – so geht das eben in der Formel 1.»

Und das, obwohl es eigentlich zumindest für das Hauptrennen anfangs gar nicht schlecht ausgesehen hatte. Die Lernkurve des Teams stieg nämlich erst steil an: Nach den Rängen 18 (Gabriel Bortoleto) und 19 (Nico Hülkenberg) im Sprint zog das Team offensichtlich die richtigen Schlüsse und veränderte die Abstimmung des Autos, was vor allem Hülkenberg zu helfen schien. Der Deutsche verpasste im Qualifying einen Startplatz in den Top Ten um nur gerade 37 Tausendstel und sagte danach, das sei «nahe am Maximum» gewesen.

Die Hoffnung dauerte keine Runde

Die Platzierung liess die Hoffnung auf WM-Punkte im Team steigen – die Ernüchterung folgte im Rennen aber nach nur vier Kurven. Da unterlief Hülkenberg ohne Fremdeinwirkung ein Fehler. Er verlor das Heck, konnte einen Dreher noch knapp vermeiden und hielt das Auto auf der Strecke, verlor aber massiv an Boden – und zog sich auch einigen Schaden am Unterboden und an anderen Teilen zu. Konkurrenzfähig war seine Pace danach nicht mehr. «Das Auto war aerodynamisch nicht mehr intakt», sagte er am TV.

Nur vier Kurven später drehte sich Teamkollege Bortoleto von der Strecke und rutschte ins Kiesbett. Der Brasilianer konnte zwar weiterfahren, das Rennen war aber für beide Sauber-Piloten schon gelaufen, bevor sie die erste Runde absolviert hatten. Auf unterschiedlichen Strategien versuchten sie sich in Schadensbegrenzung; am Ende aber schauten lediglich die Ränge 14 (Bortoleto) und 15 (Hülkenberg) heraus.

Hinter sich liess das Sauber-Duo nur den ausgeschiedenen Fernando Alonso im Aston Martin, Yuki Tsunoda im Racing Bulls, der wegen eines kaputten Frontflügels in der Schlussphase ungeplant an die Box musste, sowie das aus technischen Gründen disqualifizierte Trio mit den beiden Ferrari-Piloten Charles Leclerc und Lewis Hamilton sowie Pierre Gasly im Alpine.

«Ich glaube, dass wir im Normalfall im Mittelfeld hätten mitfahren können», sagt Hülkenberg.

In der Konstrukteure-WM fällt Sauber damit auf den 8. Rang zurück – unterdessen haben neun von zehn Teams gepunktet. Einzig Alpine wartet noch auf den ersten Zähler.

McLaren feiert Doppelsieg

An der Spitze feierte Oscar Piastri im McLaren einen Start-Ziel-Sieg vor seinem Teamkollegen Lando Norris, der die WM-Führung behielt. Den Sprint am Samstag entschied Lewis Hamilton ebenfalls mit einem Start-Ziel-Sieg für sich. Es war im erst zweiten Rennen nach dem Wechsel zu Ferrari der erste Sieg für den siebenfachen Weltmeister.

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