Laupen reisst das Momentum wieder auf seine Seite
Sieg im dritten Viertelfinal-Heimspiel
Die Viertelfinal-Serie zwischen Laupen und Berner Oberland bleibt eng. In Spiel fünf hatte Laupen aber das bessere Ende auf seiner Seite – und steht mit einem Bein im Halbfinal.
So weit waren die Frauen des UHC Laupen noch gar nie in der Nationalliga A. Ein Sieg fehlt ihnen noch, um den Playoff-Viertelfinal gegen Berner Oberland für sich zu entscheiden und in die Halbfinals einzuziehen. 5:4 gewannen die Laupnerinnen am Samstag nach Verlängerung, 3:2 führen sie damit in der Best-of-7-Serie. Schon am nächsten Samstag im dritten Auswärtsspiel können die Oberländerinnen den sprichwörtlichen Sack zumachen. Dafür müssen sie aber eine Serie durchbrechen. Denn bisher gewann in diesem Viertelfinalduell immer die Heimmannschaft.
Dass das auch am Samstag so war, dafür sorgte Vanessa Wetten in der 7. Minute der Verlängerung. Die routinierte Stürmerin versenkte per Direktabnahme einen Querpass von Annina Stoll und löste damit Laupner Jubelstürme aus. «Die Erleichterung ist gross», sagte Stoll nach dem Spiel. «Wir haben uns diesen Sieg als Team erkämpft. In jedem Zweikampf und in jeder Aktion.»
Nur ein Drittel lang in ruhigem Fahrwasser
Und eine kleine Serie haben die Laupnerinnen dabei noch durchbrochen: Bisher hatten nämlich in jeder Partie die Bernerinnen den ersten Treffer erzielt. Diesmal schoss Laupen das 1:0. Die Oberländerinnen waren von Beginn weg sichtlich gewillt, auf die Niederlage vom letzten Donnerstag zu reagieren. Sie traten druckvoll auf und gingen in Führung, als Alina Hofmann an der Mittellinie einen Ball abfing und Vanessa Basler lancierte, die genug Zeit hatte, sich den Ball zurechtzulegen. Als Chiara Taini in der 14. Minute per Shorthander auf 2:0 erhöhte, schien es, als hätte Laupen Spiel und Gegner im Griff.
Bestand hatte der Zwei-Tore-Vorsprung aber nur bis kurz vor der Pause. Und im zweiten Abschnitt drehten die Bernerinnen die Partie sogar – etwas entgegen dem Spielverlauf. Zwar gerieten die Laupnerinnen nach dem 2:2 in der 22. Minute etwas aus dem Konzept. Sie fingen sich aber wieder und tankten mit einer schadlos überstandenen Strafe Moral. Dennoch kassierten sie in der 36. Minute nach einer Unachtsamkeit das 2:3, das aber nur 32 Sekunden Bestand hatte. Dann insistierte Laupens Topscorerin Yara Hofmann in einem Zweikampf vor dem gegnerischen Tor – und fackelte beim Abschluss nicht lange.
Auch im dritten Drittel war Laupen die gefährlichere Mannschaft, geriet aber erneut ins Hintertreffen, als ein geblockter Schuss zu einem Lobball wurde, der sich hinter Laupen-Torhüterin Pascale Mir ins Netz senkte. Diesmal dauerte die Antwort darauf rund zwei Minuten. Dann fand Taini mit einem platzierten Schuss die Lücke und ebnete mit dem 4:4 den Laupnerinnen den Weg in die Verlängerung – und letztlich zum Sieg.