Wie weit nach vorn könnte es für Sauber gehen?
Die besten Letzten der Formel 1
Ein Blick zurück zeigt: Manch ein WM-Letzter hat sich im Folgejahr ziemlich verbessert. Was liegt für das Hinwiler Sauber-Team drin?
Was war das bloss für ein Saisonauftakt für das Sauber-Team in der Formel 1. Der Hinwiler Rennstall überraschte am GP von Australien viele Experten. Natürlich war es auch ein wenig dem Regen und dem chaotischen Rennverlauf geschuldet, dass Nico Hülkenberg als Siebter sechs Punkte holte und damit mehr als das Team in der gesamten letzten Saison.
Doch klar ist: Die Hinwiler, im letzten Jahr noch abgeschlagenes Schlusslicht, sind stärker als erwartet – und haben alle Chancen darauf, einen deutlichen Schritt nach vorn zu machen. Ein Blick zurück zeigt aber: Die Letzten werden nie die Ersten sein. Das sind die Teams, die sich am stärksten verbessert haben.
3 Ränge, 46 Punkte: Haas in der Saison 2023
Den steilsten Aufstieg legte Haas in der letzten Saison hin: Das Schlusslicht von 2023 (mit 12 Punkten übrigens der beste Letzte aller Zeiten) lag am Ende gar nur knapp hinter dem WM-Sechsten Alpine. Überragend war dabei vor allem Nico Hülkenberg, der 41 der 58 Haas-Punkte einfuhr – und nun bekanntlich für Sauber fährt.
3 Ränge, 28 Punkte: Williams in der Saison 2022
Williams ist so etwas wie der Kummerbube dieses Jahrtausends. Der neunfache Konstrukteure-Weltmeister war 2018, 2019, 2020 und 2022 Letzter – so oft wie kein anderes Team in den letzten 25 Jahren. Der Aufwärtstrend wurde aber 2023 sichtbar, nachdem Ex-Mercedes-Stratege James Vowles als Teamchef gekommen war. Und auch bei Williams sorgte vor allem ein Fahrer für die Steigerung: Alexander Albon holte 27 der 28 Punkte in dieser Saison.
2 Ränge, 43 Punkte: Sauber in der Saison 2018
Eigentlich müsste es ja ein gutes Omen sein: Sauber war in seiner Teamgeschichte genau einmal Letzter – und steigerte sich punktemässig so stark wie sonst nur Haas in diesem Jahrtausend. 2017 war man mit 25 Punkten Rückstand abgeschlagen Schlusslicht. Und dann kamen Frédéric Vasseur als Teamchef, Alfa Romeo als Titelsponsor – und vor allem ein gewisser Charles Leclerc als Fahrer. Der Monegasse holte allein 39 der 48 Sauber-Punkte und verdiente sich damit den Aufstieg zu Ferrari.
9 Ränge, 151 Punkte: McLaren in der Saison 2008
Vom Kellerkind zum Fast-Weltmeister – doch es ist nur vermeintlich eine Cinderella-Story: McLarens Sprung von Rang 11 auf Rang 2 hat mit einem Skandal zu tun. Den Briten waren 2007 nach dem Vorwurf der Industriespionage nämlich sämtliche Punkte aberkannt worden.
