Diese Niederlage ist für Uster nur schwer zu schlucken
5:6 nach Verlängerung gegen Zug
Der UHC Uster führt im ersten Spiel der Playoff-Viertelfinals in Zug bis zur 57. Minute 5:2. Dann aber entgleitet ihm der mögliche Sieg doch noch.
So nah dran war der UHC Uster definitiv noch nie an einem Sieg in einer NLA-Playoffserie. Bis knapp drei Minuten vor Schluss der regulären Spielzeit lagen die Ustermer in der ersten Partie der Viertelfinals (best-of-7) in Zug 5:2 vorne. Doch das Team von Simon Meier brachte die Führung gegen den Qualifikationssieger nicht über die Zeit.
Drei Sekunden vor der Sirene glichen die Zuger zum 5:5 aus, in der 67. Minute gelang ihnen die Entscheidung. Und so jubelte der Favorit am Schluss doch noch, während sich die Ustermer wohl fragten, wie es zu dieser bitteren Niederlage kommen konnte.
Filip Karlsson und Timon Anderegg dürften zudem noch ihren beiden Chancen in der 57. Minute nachgetrauert haben, als sie den Ball nicht in dem von Zug-Keeper Nils Schälin zu jenem Zeitpunkt verlassenen Tor unterbringen konnten.
In Karlssons Fall war der schwedische Gegenspieler Robin Nilsberth um einen Tick schneller am Ball, Anderegg hingegen setzte den Ball schlicht neben das leere Tor.
Die Zuger Toplinie richtet es
Das 3:6 wäre wohl die Entscheidung gewesen. So aber konnte Nilsberth erst das Anschlusstor erzielen. Fünf Sekunden vor der Sirene erhielten die Zuger auch noch einen Freistoss in der Ustermer Zone. Topscorer Albin Sjögren passte zu Nilsberth, dessen Schuss tatsächlich zum 5:5 -Ausgleich im Netz zappelte.
Wie bereits bei den Gegentreffern davor hatte Usters Keeper Nicola Brütsch nur wenig Sicht auf das Geschehen vor ihm. Schliesslich hatte die Zuger Ausländerlinie, die im dritten Drittel das Feld kaum verlassen hatte, es also wieder einmal für den Titelverteidiger gerichtet.
Zuvor aber dürften sich einige der 500 Zuschauerinnen und Zuschauer doch verwundert die Augen gerieben haben, als die Ustermer bis zur 34. Minute durch Claudio Schmid und zweimal Daniels Janis Anis auf 3:0 hatten vorlegen können.
Auch auf die beiden ersten Tore des Heimteams hatten die Gäste jeweils eine Antwort parat – konkret Caudio Schmid. Kurz nach der zweiten Pause beförderte er ein Querzuspiel von Tobias Ledergerber ins Netz. Und nach dem zweiten Zuger Tor staubte der Stürmer in der 49. Minute ab und erhöhte auf 5:2, ehe in der Folge das Unglück über die Ustermer hereinbrach.
