Trotz gutem Auftritt: Nun ist Dübendorf unter Druck
Niederlage in Huttwil
Es roch schon nach einer Verlängerung, als der EHCD in Huttwil den entscheidenden Gegentreffer hinnehmen musste. Chancenlos waren die Dübendorfer keineswegs.
Ein Treffer nach einer unübersichtlichen Situation besiegelte kurz vor Schluss die zweite Auswärtsniederlage des EHC Dübendorf in Huttwil. 3:2 gewinnen die Oberaargauer das dritte MHL-Playoff-Viertelfinalspiel und haben nun in der Best-of-5-Serie am Dienstag in Dübendorf die Möglichkeit, sich für den Halbfinal zu qualifizieren. Dübendorf bleibt die zweifelhafte Erkenntnis, wieder ebenbürtig gewesen zu sein und dem Favoriten das Leben richtig schwer gemacht zu haben. Bis zur 50. Minute hatte der EHCD mit 2:1 geführt.
Dübendorf gelang der Start ins Spiel erneut. Silvan Berner passte von hinter der Torlinie auf den aufgerückten Fabian Ganz, der eiskalt einschoss (3.). Die Führung hielt allerdings nur knapp drei Minuten, da Yannick Lerch für die angriffigen Huttwiler ausglich. Da der EHCD die Oberaargauer danach besser in den Griff bekam, neutralisierte sich das Geschehen. So gab es für die beiden Torhüter Kevin Liechti und Dübendorfs Joel Messerli nur wenig Arbeit.
Dübendorf lauffreudig, aber glücklos
Nach für die 563 Zuschauer relativ ereignislosen Minuten bekam Dübendorf die Chance, ein erstes Powerplay zu spielen. Der Puck lief gut, Liechti aber parierte. Der EHCD nahm den Schwung mit. Zunächst musste Messerli noch einen Angriff Huttwils entschärfen, dann passte Jann Bettinaglio auf Alessio Pozzorini, der sich freigelaufen hatte – 2:1 für Dübendorf (29.).
Die wiederum sehr lauffreudigen Glattaler verstanden es, die Kreise der Hausherren weitgehend zu neutralisieren. Erwartungsgemäss startete Huttwil mit offensivem Drang in den Schlussabschnitt. Nach 50 Minuten fiel der Ausgleichstreffer. Marius Schwegler erwischte Messerli aus der Distanz, der mit einem Pass gerechnet zu haben schien.
Zweieinhalb Minuten vor dem Ende stocherte Joel Bieri den Puck aus einem enormen Getümmel vor Messerlis Gehäuse über die Torlinie. Alle Diskussionen auf Dübendorfer Seite nützten nichts, der Treffer zählte und besiegelte eine letztlich unglückliche Niederlage in einem Spiel, welches durchaus erneut eine Verlängerung verdient gehabt hätte.
