Wetzikon trumpft zuerst gross auf – und muss noch zittern
Nächster Dreier für MHL-Neuling
Der EHC Wetzikon bleibt auch gegen Frauenfeld im Flow – und feiert einen 7:3-Heimsieg.
Der EHC Wetzikon kam vor über 700 Zuschauern in einem schnellen, kampfbetonten MHL-Spiel mit einem 7:3-Erfolg zum dritten Sieg in Serie.
Das klare Resultat täuscht allerdings darüber hinweg, dass die Oberländer nach einer komfortablen 5:0-Führung im Schlussabschnitt stark abbauten.
Die Thurgauer kamen so nochmals bis auf 3:5 heran, ehe Wetzikons Rihards Puide mit einer starken Finte in der 59. Minute die Vorentscheidung erzwingen konnte. Dieser kurvte vor das gegnerische Tor und traf zum sechsten Mal für den EHCW.
Entsprechend zufrieden äusserte sich Verteidiger David Sigrist: «Die Teamdynamik ist absolut genial. Trotz einiger Verletzten, können wir so wichtige Spiele für uns entscheiden.»
Zwei Drittel lang den Ton angegeben
Zwei Drittel lang waren die kampfstarken Wetziker das klar bessere Team, spielten aus einer gesicherten Defensive und kamen mit schön vorgetragenen Angriffen zu guten Torchancen.
Allerdings hatten sie zu Beginn erst einmal Glück, dass der Thurgauer Till Stadler in der 7. Minute nur den Pfosten traf.
Zwei Minuten später verwertete dann Sebastian Bratko den Abpraller nach einem Schuss von Puide zum 1:0 für die Platzherren. Nachdem Gian-Andrea Thöny in der 11. Minute noch am gegnerischen Hüter mit seinem Solo gescheitert war, traf Joel Quartenoud herrlich zum Pausenresultat von 2:0.
Im mittleren Abschnitt bauten die Platzherren ihren Vorsprung mit drei weiteren Treffern auf 5:0 aus, wobei Thöny beim vierten Tor in der 31. Minute eine Traumkombination erfolgreich zum 4:0 abschloss.
Die Frauenfelder kamen zwar durchwegs auch zu guten Möglichkeiten, agierten aber im Abschluss unglücklich oder scheiterten immer wieder am überzeugenden Wetziker Goalie Jan Rutz.
Plötzlich zu sorglos
Mit dem klaren Vorsprung starteten die Oberländer allerdings zu sorglos in den Schlussabschnitt. Die Thurgauer verkürzten nach nur 48 Sekunden auf 1:5 und trafen bereits zwei Minuten später schon wieder zum 2:5.
Die Wetziker waren schockiert und gerieten völlig aus dem Konzept. Die Fehlerquote stieg sprunghaft an, und kaum ein Pass kam mehr durch.
Frauenfeld drückte brutal und witterte die Chance auf eine Wende. Diese wurde durchaus realistisch, als Adrian Welti in der 53. Minute das Chaos in der Wetziker Abwehr gar zum 3:5 ausnützte. Als dann die Oberländer in der 55. Minute noch eine Strafe einfingen, wurde die Lage dramatisch.
Der gegnerische Coach Mike Portmann getraute sich zum Glück für die Wetziker nicht, seinen Torhüter durch einen sechsten Feldspieler zu ersetzen – und so überstanden die Platzherren diese heikle Phase mit letztem Einsatz unbeschadet.
Puide machte mit dem 6:3 alles klar, und als die Gäste den nach dem 5:0 eingewechselten Torhüter Daniel Stieger noch rausnahmen, traf Titus Odermatt ins leere Tor zum 7:3-Schlussresultat.